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Edathy: "WM ist Glücksfall und keine Krise"

Landkreis. Die Forderungen aus der Union nach einem Bundeswehreinsatz bei der Fußball-WM etwa zum Objektschutz stoßen auf Kritik des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy: "Ich finde es zunehmend ärgerlich, dass ein anstehendes Sportfest politisch missbraucht wird. Für Polizeiaufgaben sei die Polizei zuständig und nicht die Bundeswehr - außer im Spannungs- oder Verteidigungsfall."

Edathy, Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses, fügte hinzu: "Das Stattfinden einer Fußball-Weltmeisterschaft ist aber keine Krise, sondern ein Glücksfall für unser Land. Wir machen uns langsam lächerlich mit einer Debatte darüber, ob wir eine Sportveranstaltung ohne Verfassungsänderung organisieren können." Selbstverständlich gehe dies ohne Änderung des Grundgesetzes, "sonst hätte sich Deutschland erst gar nicht um die Austragung der WM bewerben dürfen". Bund und Länder seien auf die Gewährleistung der Sicherheit gut vorbereitet. Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen bei der WM wegen des Karikaturenstreits hält Edathy nicht für notwendig. Er betonte: "Vielleicht sollte man zunächst daran erinnern, dass das WM-Motto ,Die Welt zu Gast bei Freunden' lautet nicht ,WM - ja, aber am liebsten ohne Ausländer'."

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