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Planungen im Lösungsgrenzbereich: Der dritte Kreisel wirft viele Fragen und noch mehr Probleme auf

Dringend gesucht: Die Quadratur des Kreise(l)s

Obernkirchen (rnk). Starkes Gefälle auf der einen Seite, eine eindrucksvolle Steigung auf der anderen Seite und nahezu überall fehlt es an Platz: Die Planer für den dritten Kreisel haben mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Mittlerweile geht die Planung für das Kreiselmodell in die dritte Runde, eine vierte Planung befasstsich mit einer Lösung ohne Kreisel.

Vor allem die Steigung von der Bad Eilsener zur Rintelner Straße, also zur Straßenmitte hin, bereitet den Planern Kopfzerbrechen. Sie ist ungewöhnlich stark, die Bad Eilsener Straße zudem sehr schmal. Was zur Folge hat, dass hier der Verkehr nur ganz schlecht abfließt: Wer nach links in Richtung Stadtmitte möchte, braucht viel Geduld, selbst das Abbiegen nach rechts erfordert zuweilen viel Zeit. Und: Der Verkehr staut sich stark zurück. Schon früh war daher klar, dass bei den Planungen auch die Besitzer der Apotheke mit ins Boot zu nehmen seien - an ihrer Bereitschaft, einen Teil des Grundstückes für eine Verbreiterung der Straße abzugeben, hängt ein großer Teil der Planung. Denn in allen Planungen ist die "neue" Eilsener Straße "schleifend" vorgesehen, das heißt, sie wird so angelegt, dass die Autofahrer auf ihr deutlich rechtwinkliger auf einen künftigen Kreisel zufahren würden. "Die Neigungen und Gesamtverhältnisse liegen im Grenzbereich von Lösungen", erklärt Bauamtsleiter Ulrich Kuhlmann. Daher gab es in den letzten Monaten viele Fragen, die diskutiert wurden: Soll der Radweg an der Landesstraße aufgelöst werden, damit die Seitenanlage schmaler werden kann und die Straße dann breiter? Soll der Kreisel nach Osten verschoben werden? Das würde vielleicht ein einfachere Lösung auf der anderen Seite bedeuten, wo der Autoverkehr vom Volksbankgelände in den Kreisel einfließen würde. Und: Bräuchte die Volksbank eine direkte Zufahrt vom Kreisel? Oder würde auch die Bahnhofsstraße als Zubringer reichen, von der der obere Parkplatz auch erreicht werden kann? Sicher dagegen: Eine größere Verschiebung des Kreisels nach Norden kommt nicht in Frage. Dann müsste als Konsequenz die Zufahrt der Bergamtsstraße geschlossen werden - und die ist eine Sackgasse. Ein weiteres Problem: Ein möglichst rechtwinkliges Einmünden würde bedeuten, dass Teile des La-Fleche-Parks mit einbezogen werden müssten, die denkmalgeschützte Mauer im Eingangsbereich müsste umgesetzt werden. Während sich bisher drei Planungen darum bemühten, optimierte Lösungen zu finden, die allen Ansprüche gerecht wird, hat Kuhlmann noch einen vierten Vorschlag in der Schublade: ohne den Kreisel. Die Entscheidung wird in den Ausschüssen und im Rat getroffen werden, allen Planungen liegt immerhin die gleiche Kostenschätzung zugrunde: 300000 Euro werden benötigt werden - für welche Lösung auch immer.

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