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Jetzt steht auch zweiter Rettungssatz bereit / Restliche Etatmittel bleiben der Feuerwehr erhalten

Drei Airbag-Systeme für die Luhdener Wehr

Luhden (sig). "Wer sparsam wirtschaftet, soll dafür auch belohnt werden", hat Samtgemeinde-Bürgermeister Heinz Wischnat seinen "Blauröcken" bei der Jahresversammlung der Luhdener Feuerwehr versprochen. Dazu hatten sich am Sonnabend im Gasthaus Thies auch die Spitzen der Ortswehren von Bad Eilsen, Buchholz und Ahnsen eingefunden sowie als Gast der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann aus Rinteln.

Über dieses Lob von Heinz Wischnat freute sich besonders Samtgemeinde-Brandmeister Hartmut Krause, ist doch damit die Zusage verbunden, dass die verbliebenen Restmittel aus dem vergangenen Haushaltsjahr in Höhe von 1800 Euro auf das Jahr 2006 übertragen werden. Das hilft weiter, denn der jüngste Anstieg der Energiekosten reißt natürlich auch Löcher in den Etat der Feuerwehren. Mit den politisch Verantwortlichen wurde ansonsten vereinbart, dass der Etat für das neue Jahr unverändert bei 34 000 Euro bleibt. Der Samtgemeinde-Bürgermeister dankte allen Aktiven dafür, dass sie bereit waren, für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Er sprach die Hoffnung aus, dass sich weiterhin junge Menschen bereit finden für eine solche ehrenamtliche Aufgabe. Sie sei außerordentlich wichtig und unverzichtbar, wie ganz aktuell die Katastrophe beim Dacheinsturz in Bad Reichenhall zeigt. Heinz Wischnatüberbrachte die Grüße des erkrankten Gemeindeoberhauptes Hartmut Büscher und des verreisten Kreistagsabgeordneten Heinz Grabbe, der ihm ein Geldpräsent für die Luhdener Blauröcke übergeben hatte. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann wies in seinem Grußwort darauf hin, dass es auf Landesebene eine Reihe gravierender Veränderungen im Ausbildungsbereich gebe. Dem Gruppenführerlehrgang müssten Ausbildungen zum Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten vorausgehen. Mit dem Angebot von über 400 Fortbildungsmaßnahmen sei man auf Landkreisebene an die Grenze des Machbaren gestoßen. Der Chef der Luhdener Stützpunktwehr, Jürgen Diekmann, ließ in seinem Rückblick das vergangene Jahr Revue passieren. Was angesichts der Zunahme des Verkehrs auf der Autobahn und der Bundesstraße 83 zu erwarten war, trat ein: die so genannten technischen Hilfen (12) haben die Brandeinsätze (9) überrundet. Aber insgesamt war 2005 erfreulicherweise ein relativ ruhiges Jahr für die heimischen Wehren. Die Luhdener kamen unter anderem zum Einsatz beim Brand eines Kleintransporters, eines Wäschetrockners und bei einem Schwelbrand. Es gab aber leider noch fünf unerwünschte Fehlalarme, auch im Bereich der Autobahn. Gruppenführer Marcus Struckmeier ergänzte den Rückblick mit einer Übersicht über die zahlreichen zusätzlichen Dienste seiner Wehr. Bei der Addition kam er auf rund 960 Stunden. Das Spektrum reichte vom Einsammeln der Weihnachtsbäume, über das Ausrichten des Osterfeuers und die Sicherung von Umzügen bis zum Blutspenden. Künftig seien auch Einsätze auf der Bückeburger Aue keine Probleme mehr, meinte Struckmeier wohl mehr scherzhaft. Bei einem erfolgreich abgeschlossenen Orientierungswettbewerb in Bad Nenndorf gewannen die Luhdener Blauröcke nämlich ein Gummiboot. Vor Beginn der Frostperiode wurden außerdem noch die Hydranten in Luhden, Schermbeck und Heeßen geprüft und frostsicher gemacht. Gerätewart Guido Hahne teilte mit, dass alle Einsatzfahrzeuge die Überprüfungen problemlos überstanden hatten. Er berichtete außerdem, dass ein neues Schaumrohr für den sofortigen Schnellangriff sowie diverse Hydraulikschläuche für Schere und Spreizer angeschafft wurden. Außerdem verfügt dieLuhdener Wehr jetzt über drei Airbag-Sicherungssysteme für Pkw und Lkw. Sie werden nach Unfällen über das Lenkrad gezogen, damit der Airbag nicht nachträglich ausgelöst wird. Außerdem steht der Stützpunktwehr ein zweiter Rettungssatz mit Schere und Spreizer vom früheren Rüstwagen zur Verfügung. Weiterer Bericht in unserem neuen Vereinsmagazin.

  • Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause.
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