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Helferwochenende: Sanierung läuft auf Hochtouren / Eröffnung am 1. Januar 2011

Die Bulli-Freunde hauen auf den Putz

Hessisch Oldendorf (boh).

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Im August öffnete die Interessengemeinschaft T2 für die Öffentlichkeit zum ersten Mal die Pforten zum geplanten Bulli-Museum in der Lokenstraße in Hessisch Oldendorf, was auf große Resonanz bei den Oldtimerfreunden stieß. Jetzt laufen in den Räumen der ehemaligen Zuckerfabrik die Sanierungsmaßnahmen auf Hochtouren.

„Um die Räume für das Bulli-Museum überhaupt nutzbar machen zu können, ist noch eine Menge Arbeit nötig“, bringt es Hermann Hülder, Beisitzer im Vorstand der Interessengemeinschaft, auf den Punkt. Gemeinsam mit seinen sechs Mitstreitern, hat sich der Wattenscheider den Blaumann angezogen, um mal ordentlich „auf den Putz zu hauen“. Im Erdgeschoss und in der ersten Etage, in der später die Fahrzeuge ausgestellt werden sollen, wird zurzeit in mühsamer Kleinarbeit und in staubgeschwängerter Luft der marode Mörtel von den Wänden abgeklopft, um die alte Backsteinmauer wieder freizulegen. „Das ist nötig, da durch Löcher im Dach und kaputte Fensterscheiben über Jahre Wassereinbrüche im Gebäude hässliche Flecken an der Wand hinterlassen haben, die nicht einfach überstrichen werden können“, erklärt Hülder.

Bei den Sanierungsarbeiten krempeln die Bulli-Freunde ehrenamtlich die Ärmel hoch, schwingen beherzt Hammer und Meißel, da eine Fremdvergabe der notwendigen Arbeiten die finanziellen Möglichkeiten der Interessengemeinschaft übersteigt.

So nehmen die freiwilligen Helfer zum Teil weite Anfahrtswege in Kauf, um bei der Renovierung der riesigen Lagerhalle aktiv mitzuwirken. „Aber das machen wir gern“, so Angela Feller, einzige Frau in der Gruppe. Sie erklärt, dass sich die Helfer außerordentlich wohl in Hessisch Oldendorf fühlen würden, was nicht zuletzt daran läge, dass die Unterstützung für das Projekt enorm sei: „Immer wieder kommen Nachbarn, Spaziergänger und Touristen vorbei, um sich nach dem Fortgang der Arbeiten zu erkundigen, das motiviert.“

Interessengemeinschaft bittet um Mithilfe

Ebenso loben sie die vorbildliche und unbürokratische Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. „Das ist absolut einmalig“, freut sich die Gruppe. Für ihren ersten Wochenendarbeitseinsatz mussten sanitäre Möglichkeiten geschaffen werden. „Alles kein Problem, ein Anruf genügte, und alles ging problemlos vonstatten“, berichtet Hermann Hülder. Trotzdem bittet die Interessengemeinschaft um Mithilfe bei ihrer Arbeit. Bis zum Ende des Jahres wird es noch drei weitere Helferwochenenden geben: Gearbeitet wird erneut vom 16. bis zum 18. Oktober, dann am ersten Wochenende im November und schließlich vom 27. bis zum 29. November.

Zwar soll das Bulli-Museum erst am 1. Januar 2011 eröffnet werden, aber bis dahin ist noch viel zu tun. Unter anderem wird ein Aufzug eingebaut, um die Oldtimer in den ersten Stock transportieren zu können. Kostenvoranschläge dafür werden bereits eingeholt. Schon jetzt sind für das Museum erste Visitenkarten im Umlauf, die neben dem Logo auch einen Hinweis auf die Touristinformation der Stadt geben. „Die Karten fanden bereits reißenden Absatz in Rom, als wir in Italien zu einer Oldtimertour unterwegs waren. Das lässt doch für die Zukunft hoffen“, so die Initiatoren.

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