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Carsten Reuß ist der neue Bückeburger Grünkohlkönig / Friedhelm Eckert übergibt Zepter, Amtskette und "Notvorrat "

Der "Neue" steht für stilvolles "Vivat" statt Gegröle

Bückeburg (aj). Ob das dritte Jahrtausend als Zeitalter der Bückeburger Grünkohlkönige einst Geschichte schreiben wird, lässt sich heute noch nicht abschließend beurteilen. Für 2006 hat die seit 1999 bestehende Dynastie im stellvertretenden Leiter des Mindener Preußenmuseums und Wahlbückeburger Carsten Reuß in jedem Fall einen würdigen Nachfolger für Friedhelm Eckert gefunden.

Rund 60 Mitglieder, Freunde und Gäste des Dr.-Witte-Rotts hatten sich zur Kür des neuen Grünkohlkönigs im "Brauhaus" versammelt. Hausherr Dieter Kleen ließ in nicht enden wollenden Mengen Grünkohl mit Würsten, Kassler, Speck und Salzkartoffeln auffahren. Angesichts des leckeren Grünkohls wollte sich aber auch keiner der Grünkohlesser so schnell geschlagen geben. Geburtstagskind Albert Brüggemann für anstelle des beruflich verhinderten Kompaniechefs Hermann Fenkner durch den Abend. Nach einer humorigen Rückschau über die Amtsführungen vorangegangener Majestäten und einem Ausblick auf die Veranstaltungen des Rotts 2006 konnten die Gäste nun auch ihre leiblichen Gelüste stillen. Natürlich gab es anschließend den obligatorischen Verdauungsschnaps. Frisch inspiriert von so viel leckerem Grünkohl, fiel dem Rat der ehemaligen Grünkohlkönige nun auch die Wahl eines gebührenden Nachfolgers nicht mehr schwer. Die Begründungen für die Wahl von Carsten Reuß fielen wie immer sehr humorig aus. Neben der Tatsache, dass bei der anstehenden Fußballweltmeisterschaft bei einem Tor der Deutschen von Carsten Reuß kein Gegröle, sondern "Vivat" zu vernehmen sein dürfte, wurde auch die "Tugendhaftigkeit" des humorvollen "Berufspreußen" auf die Schippe genommen. Allein das Dirigieren der Bayernband auf dem Bückeburger Oktoberfest in preußischer Uniform stünde noch aus. Nachdem Carsten Reuß versprach, diesem Mankonoch vor dem Jahresende abzuhelfen, stand seiner Proklamation nichts mehr im Wege. Ausgestattet mit den Insignien seiner Macht - bestehend aus einem Grünkohlzepter der Floristin Hannelore Schulz, der Amtskette und einer Umhängedose mit einem Popeye-Vorrat Grünkohl - bedankte er sich beim Thronrat für die Wahl und bei seinem Volk für das ihm ausgesprochene Vertrauen. Nach seiner Rede stießen alle gemeinsam mit "Zum Kohl!" und "Es lebe der Kohlismus!" auf das "ganz persönliche Kohl" des neuen Bückeburger Grünkohlkönigs Carsten I. an.

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