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Volles Haus beim Wintervergnügen / "Linke Füße" zaubern Country-Stimmung / Stimmungsvolle Deko

Der Keiler beachtet den Schneemann nicht

Bad Eilsen (sig). "Wie sich die Bilder gleichen", konnte man diesmal zum Wintervergnügen im Kursaal sagen. Draußen dominierte das Weiß auf den wie von dünnen Schleiern überzogenen Flächen, auf der Bühne des Saales vermittelten diesen Eindruck lange weiße Stoffbahnen und zusätzlich Wattebäuschchen, mit denen die zahlreichen echten Tannen dekoriert worden waren.

Von der Decke hing eine ganze Armada weißer Luftballons und Papierschlangen herunter. Für den einzigen Kontrast im Bühnenbereich sorgte die gedrungene Figur eines schwarzen Keilers, dessen Stoßzähne im Ernstfall sicherlich auch dem künstlichen Schneemann den Garaus gemacht hätten. Kein Zweifel, das war schon eine eindrucksvolle winterliche Dekoration, die da Heike Schult und der Bauhof der Gemeinde zusammengezaubert hatten. Bei den Besuchern im vollen Kursaal kamen jedenfalls keine frostigen Gefühle auf. Dazu trugen das flotte Duo "Memories", aber auch die rechtzeitig angestellte Heizung bei. Daneben gab es etliche Getränke, die dafür sorgten, dass die Tanzpaare schneller auf Touren kamen. Der Sänger und Gitarrist Karl Stramer sowie sein Keyboarder Rainer Pflugradt waren ausgesprochen motiviert wegen der "tollen Atmosphäre", die im Kursaal herrschte. Sie sei noch besser als in den vergangenen Jahren, meinten beide. Und die Organisatorin Elke Dralle vergaß angesichts des unübersehbarenErfolges nicht, sich des Mannes zu erinnern, der einst die Idee zu dieser Veranstaltung hatte. Das war vor nunmehr sechs Jahren Holger Katenkamp. Damals lag die Organisation noch in den Händen der örtlichen Kliniken und der heimischen Gastronomie. Die Besucherschar ist seitdem ständig gewachsen; diesmal wurden schon 200 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Beachtlich war auch wieder die Beteiligung der Kurgäste. Zu einem Höhepunkt des Abends wurde der Auftritt der "Linken Füße". Schon die Einstimmung auf ihren Auftritt war beeindruckend. Da hieß es zum Beispiel: "Stellen Sie sich vor, in einem Saloon zu sitzen, müde und ausgebrannt. Vor Ihnen ein leeres Whiskyglas, hinter Ihnen ein weißhaariger Klavierspieler.Plötzlich peitscht der Wind die Türe auf, und Cowboys kommen herein mit schmucken Mädels in roten Rüschenröcken und mit festgeschnürten Taillen." Eben jene erschienen dann auch auf der Bildfläche, begleitet von Klatschen und Beifallsrufen. In der Tat kam schon nach den ersten Tönen richtiges Country-Feeling auf. Das war eine bunte Mischung von volkstümlicher Musik aus den ländlichen Regionen des Wilden Westens und einem Hauch von "Moulin Rouge" aus der Weltstadt Paris. Das atemberaubende Tempo der Schritte und Drehungen, die Rad schlagenden Girls und die mitreißendenKlänge und Bewegungen beim Cancan - das alles beschwor immer neue Zugaben. Die wurden auch erfüllt, wie so mancher an diesem stimmungsvollen Winterabend im Kursaal geäußerte Musikwunsch.

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