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Gleichstellungsbeauftragte lädt ein: Kaffee und Gesprächsrunde zum Internationalen Frauentag

"Chancengleichheit heute - an wem liegt es?"

Rinteln (rd). Seit 1921 wird am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert. Aus diesem Anlass, so teilt Kirstin Büthe als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rinteln mit, finden in Rinteln zwei Veranstaltungen statt.

Am Mittwoch, 8. März, ab 15.30 Uhr lädt Kirstin Büthe zu einem Gesprächskreis über das Thema "Chancengleichheit heute - an wem liegt es?" ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu Kaffee und Kuchen im Büro der Gleichstellungsbeauftragten im Rathaus, Klosterstraße 19, Zimmer 106, willkommen. Am Montag, 13. März, 20.30 Uhr, lädt der Akzente Förderverein Mitglieder und Interessierte in den "Stadtgarten" ein. Thema des Abends ist "Arbeit und Vernetzung". Kirstin Büthe erinnert auch an die Anfänge der Frauenbewegung: "Ausgehend von klassenkämpferischen und feministischen Wurzeln waren die frühen Forderungen die Anerkennung von Frauenrechten, ausreichender Schutz von Müttern und Kindern, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Lebenslagen und viele mehr." 85 Jahre später scheint die gesellschaftliche Meinung laut Kirstin Büthe dazu gespalten: "Die einen führen den beruflichen Erfolg ausschließlich auf die individuelle Kompetenz zurück, sehen die Chancengleichheit von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt als verwirklicht an und verweisen auf die Vergütung nach tariflichen Abschlüssen. Und für die erfolgreiche Integration von Familie und Beruf gibt es schließlich Kindergärten. Die anderen berichten von ungleicher Vergütung insbesondere bei außertariflichen Verträgen, Wettbewerbsnachteilen als Frau in typischen Männerberufen, von mangelnden Fortbildungs- und Aufstiegschancen." Von Seiten der berufstätigen Mütter und Familien werde oft die Frage laut, wie dieser Spagat zwischen regulärer Kinderbetreuung und Beruf zu schaffen sein soll. Hier sei es immer noch die Regel, dass die Frau später aus der Elternzeit und mit kürzerer Arbeitszeit an ihren Arbeitsplatz zurückkehre. Kirstin Büthe: "Ein Entschluss, der sich auf ihre Rente, ihre Steuerklasse, die weiteren Chancen am Arbeitsmarkt sowie nicht zuletzt auf ihr Gehalt auswirkt."

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