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Gelldorf: Bei Rot in die Kreuzung gerutscht / Lkw-Fahrer: Runter von der Autobahn - rauf auf die Umleitungsstrecken

Blitz-Eis: Zwei Verletzte, viele Staus und Blechschäden

Landkreis (rc/tol). Der heftige Schneefall hat gestern Morgen im gesamten Landkreis zu mehreren Unfällen geführt. Der folgenschwerste ereignete sich gegen 7.30 Uhr, als auf der Kreuzung der Bundesstraße 65 in Gelldorf zwei Fahrzeuge zusammen stießen. Auf schneeglatter Fahrbahn rutschte ein Fahrzeug bei Rotlicht mitten in die Kreuzung und stieß dort mit einem Pkw zusammen. Zwei der Fahrzeuginsassen erlitten Verletzungen. Außerdem lief Öl aus und in die Kanalisation. Die Feuerwehr war im Einsatz, um das Öl zu binden. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Bei Sachschäden blieb es, als im gleichen Zeitraum an der abknickenden Vorfahrt Winternstraße in Krainhagen auf schneeglatter Fahrbahn zwei Fahrzeuge ineinander rutschten. Auch an der Kreuzung von Schliep- und Nottstraße stießen zwei Fahrzeuge zusammen. Sachschaden. An der Abzweigung der Eilsener Straße zur Steinhofstraße krachte es ebenfalls: Gegen 7.45 Uhr rutschte ein Autofahrer beim Abbiegen in die Steinhofstraße auf der spiegelglatten Straße gegen einen Wagen, der dort in Richtung Stadt abbiegen wollte. Die Polizei meldete Sachschaden. Im Auetal passten die Autofahrer ihre Fahrweise den Wetterumständen an. Nur auf der Landesstraße 443 zwischen Rehren und Bernsen rutschte ein Fahrer mit seinem Wagen in den Gegenverkehr. Und an der Bernser Landwehr kam es zu Behinderungen, als ein Lkw liegen blieb. Zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam es auf den Bundesstraßen rund um Bückeburg, und auch im Stadtgebiet hatte so mancher Autofahrer eine Rutschpartie zu überstehen. Die Polizei Bückeburg registrierte aber nur einen einzigen Unfall. An der Kreuzung von der Steinberger Straße mit der Bundesstraße 83 rutschen zwei Fahrzeuge ineinander. Es entstand Sachschaden. An der Kreuzung der Landesstraße 442 mit der Landesstraße 443 in Buchholz stießen zwei größere Fahrzeuge zusammen. Ein Sattelzug kam ins Rutschen, Zugmaschine und Stattelauflieger knickten ein. Das Fahrzeug rutschte gegen einen haltenden Lkw, Diesel lief aus dem leckgeschlagenen Tank. Die Kreuzung konnte aus und in Richtung Obernkirchen nur noch einspurig von den Autofahrern passiert werden, Lkw-Fahrer mussten warten. Lange Staus bildeten sich auch auf der Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Bad Eilsen und Porta Westfalica - und zwar in beiden Richtungen. Dort machte den Verkehrsteilnehmern nicht nur die Glätte auf der Steigung zum Wesergebirge an der Landesgrenze zu schaffen, sondern auch das Nadelöhr Talbrücke Kleinenbremen, wo es im Baustellenbereich jeweils nur eine Lkw-Spur in jeder Fahrtrichtung gibt. Die Folge: Sehr viele Fernfahrer wollten die Steigungen meiden und zwängten sich auf die Umleitungsstrecken. Aus Westen kommend, rollten viele Brummis durch Möllenbeck, durch Eisbergen und Rinteln. Beide Ströme mussten dann auf die Bundesstraße 238, und die Lkw-Fahrer bekamen ihre Schwierigkeiten an der Grafensteinerhöh. Denn aus und in Richtung Hameln war die Bundesstraße zwischen Steinbergen und Westendorf eine eisige Piste. Bis das Streusalz wirkte, fuhren viele nur im Schritttempo bergab. Aus dem Norden des Landkreises Schaumburg wurden von der Polizei keine Unfälle gemeldet.

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