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LVA-Altimmobilien schwer zu veräußern / Kampf gegen Energiekosten / Neue Offerte für Kursaal-Mieter

Bislang fünf Interessenten, aber kein Käufer

Bad Eilsen/Hannover (tw).

Neuer Anlauf zum Verkauf der Altimmobilien der früheren LVA: Seit die Verhandlungen mit dem Arzt Dr. L. im Herbst 2005 geplatzt sind, hat Harald Hiemesch, Justitiar der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover, nacheinander vier Interessenten durch Badehotel, Georg-Wilhelm-Haus, Kurtheater und Kursaal geführt; einige der Gespräche dauerten auch jetzt noch an. Ungeachtet dessen hat Hiemesch jetzt einen weiteren - fünften - Versuch unternommen. Die Landes-Zeitung traf den Justitiar vor dem Portal des Kurtheaters ... Die Gespräche mit dem möglichen Investor wollte der Justitiar zwar unter vier Augen führen, aber: Die Redaktion erhielt einen Einblick in die bisherigen Bemühungen. "Leider", so Hiemesch, "ist es bislang mit keinem der vier Interessenten zu einem Abschluss gekommen". Die Gründe hat selbst der Hannoveraner eher selten erfahren. Nur so viel: "Mal passte die Lage nicht, mal wurde gesagt, dass es andere Objekte gäbe, die interessanter seien." Angedachte Verwendungszwecke für die Alt-Immobilien seien Betreutes Wohnen, aber auch der Ausbau zu einem Veranstaltungszentrumgewesen - letzteres weit über das Maß dessen hinaus, was die Gemeinde derzeit für Kursaal und Kurtheater an Land zieht. Konkreteres habe auch er selbst, Hiemesch, nicht erfahren können: "Ich habe den Eindruck, dass die Interessenten mit ihren Zielen hinterm Berge halten; sie wollen sich mit Blick auf die Mitbewerber nur ungern in ihre Karten schauen lassen." Bisheriges Fazit des Justitiars: "Die Immobilien ,en bloc' an einen Investor zu veräußern, wird kaum möglich sein. Wir werden in den Objekten verschiedene Nutzungsarten zusammen bringen müssen." - Hiemesch zur Frage des Weiternutzens von Kursaal und Kurtheater durch die Gemeinde Bad Eilsen: "Wir haben Anfang des Jahres gemerkt, dass uns die Energie- und dabei vor allem die Heizkosten davon laufen." Grund dafür sei zum einen die Einfach-Verglasung, zum anderen aber auch das große Volumen der Säle. Um die Sache in den Griff zu bekommen, hätten Techniker des Reha-Zentrums gemeinsam mit der (Samt-)Gemeinde ein Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe die Heizkosten nunmehr spürbar gesenkt werden sollen. Die Preise, die für Events in Kursaal und Kurtheater genommen werden, hätten sich mittlerweile am Markt durchgesetzt. Dennoch soll die Anmietung für Interessenten jetzt noch attraktiver werden. Hiemesch: "Wir werden denen, die die Räume für mehrere Tage - idealerweise für eine Woche oder sogar noch darüber hinaus - anmieten, beim Preis nochmals entgegen kommen." Für die Veranstalter würde sich das rechnen, weil sie unterm Strich (noch) weniger zahlen, für die DRV, weil das Ensemble dadurch noch besser ausgelastet werden würde. Über die konkreten Beträge will der Justitiar nichts sagen: "Das überlasse ich Bad Eilsens Touristikmanagerin Elke Dralle, die dafür ein hervorragendes Händchen hat."

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