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29 500 Besucher / Längerer Stromausfall

Besucherrekord: So viele wie nie bei der Landpartie

Bückeburg (rc). Ein Stromausfall hat am Sonntagnachmittag für ein unschönes Ende der Landpartie gesorgt. Auf weiten Teilen des Außengeländes ging nichts mehr: Kaffeemaschinen, Kühlungen, Kassen, EC-Kartenleser oder Wasserspiele versagten ihre Dienste. Besonders der Cateringservice sorgte sich um ausgebliebene Einnahmen, weil zur besten Kaffeezeit kaumnoch etwas verkauft werden konnte. "Das wird nicht ganz ohne Ärger über die Bühne gehen", orakelte einer der Wirte. Denn zum einen fehlten die Einnahmen zur umsatzstarken Kaffeezeit, zum anderen verdarben Lebensmitteln im Wert von mehreren tausend Euro.

Grund für den Stromausfall war ein Stromaggregat, das gegen 16 Uhr seinen Dienst versagte und - mit dunklen schwarzen Qualmwolken - durchschmorte. Elektriker rückten sofort an, konnten den Schaden am Turbolader aber nicht beheben: "Irreparabel", hieß es. Gegen 17.30 Uhr konnte ein Ersatzgerät vom Festzelt auf der Mausoleumswiese an den Tintenteich gekarrt werden. "Wir haben noch Glück gehabt", wertete Schloss-Verwalter Alexander Perl, dass sich der Ausfall nicht zur Hauptgeschäftszeit ereignete. Er verstehe den Ärger der Wirte, "aber es ist dann so." Ansonsten zogen er als auch Hofkammer-Chef Andreas von Graevemeyer ein positives Fazit der 7. Landpartie. "In der Gesamtbilanz die beste seit ihrem Bestehen." 29 500 Besucher passierten die Tore, ein neuer Besucherrekord. Derüberwiegende Teil der Besucher als auch der Aussteller sei zufrieden. Die Landpartie werde immer attraktiver, trotz der wachsenden Zahl der Konkurrenzveranstaltungen. Von Graevemeyer: "Wir fühlen uns bestätigt in unserem Qualitätsanspruch." Es seien Besucher aus ganz Europa angereist, ergänzte Perl. Er habe mit Menschen gesprochen, die 10 000 Euro ausgegeben hätten und sich über die günstigen Preise in Bückeburg gefreut hätten. Einige Aussteller seien zwar unzufrieden gewesen, aber: "Die sind zum Teil mit dem falschen Sortiment angereist." Offen ist noch, ob es im kommenden Jahr wieder einen orientalischen Basar geben wird. Von Graevemeyer: "Das müssen wir noch abschließend besprechen". Zu den Kamelrennen seien die Besucher vor das Mausoleum geströmt, dazwischen habe auf dem Areal zum Teil aber gähnende Leere geherrscht, so Perl. Aufgrund der Weitläufigkeit hätten die Zelte nicht so eng gestellt werden können, das Atmosphäre hätte entstehen können. "Die Wiese ist so gewaltig, dass es ein eigenes Event hätte sein müssen. Für 2007 müssen wir uns etwas einfallen lassen." Ähnlich äußerte sich auch Antonia Claudius vom Orient-Basar, der zudem die mangelnde Anbindung an das Landpartie-Gelände bemängelte: "Es hätten Stände dazwischenstehen müssen, so aber war da eine große Lücke." Dennoch zeigte er sich mit seiner Veranstaltung zufrieden: "Das Konzept der Völkerverständigung ist aufgegangen." Es sei ein tolles Gefühl, dabei gewesen zu sein. "Wir sind jederzeit wieder dabei."

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