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Peinliche 27:29-Niederlage gegen das Schlusslicht MTV Rosdorf

Bad Nenndorf spielt ohne Seele

Handball (hga). In der Frauen-Oberliga hat der VfL Bad Nenndorf in eigener Halle eine blamable 27:29 (13:15)-Niederlage gegen den Tabellenletzten MTV Rosdorf hinnehmen müssen.

VfL-Coach Axel Kliver mochte nach der Niederlage keinen Kommentar abgeben. Kirsten Gümmer war dazu bereit und meinte: "Was soll ich sagen, zu viele technische Fehler, eine Abwehrkatastrophe." Dass die Einschätzung der eigenen Lage nur bedingt von Realismus geprägt ist, zeigte Gümmers Nachsatz: "Wir haben gegen eine ganz schlechte Mannschaft noch schlechter gespielt." Der VfL spielte schlecht, aber die Gäste waren an diesem Tag in zwei elementaren Dingen dem VfL haushoch überlegen. Der MTV bildete auf dem Parkett eine Einheit und vor allem: Sie wollten gewinnen, um jeden Preis. Gerade Gümmer wich den allermeisten Zweikämpfen aus, versuchte sich eher in Schönspielerei. Das Spiel begann nervös, mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Beim 3:4 (10.) musste der VfL erstmals feststellen, dass sich der Tabellenletzte noch lange nicht aufgegeben hatte. Der VfL leistete sich überflüssige Fehler und nahm den Kampf nicht an. Als Folge kassierte der VfL gar in doppelter Überzahl einen Gegentreffer. Über 5:9 (17.) und 7:11(21.) ging es zum 13:15-Pausenstand. Auch in Hälfte zwei war die Gäste-Abwehr deutlich aggressiver als der VfL auf der anderen Seite. Sicher waren die Gäste keine handballerische Offenbarung, aber der VfL spielte ohne Seele, zeigte kein Aufbäumen gegen die Niederlage. Mit Melanie Sieger, Nina Langhorst und Simone Eichner kämpften zu wenige wirklich, auf der anderen Seite tankten sich die MTV-Spielerinnen immer wieder durch eine viel zu zögerliche VfL-Abwehr. Beim 20:25 (50.) begann die Schlussphase, Kliver wirkte auf der Bank zunehmend ratlos. Am Ende stand eine verdiente Niederlage, die Gäste hatten der Situation des Abstiegskampfes Rechnung getragen, der VfL nicht. VfL: Gümmer 7/4, Matthias 4/3, Niedenzu 3, Lathwesen 3, Sieger 3, Eichner 2, Langhorst 2, Denker 2, Stefanie Scheller 1.

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