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Landkreis fordert bei Verstoß höheres Bußgeld als 20 Euro

B 65: Verbotsschilder sollen Mautflüchtlinge stoppen

Landkreis (bab). Mautflüchtlinge werden den Verkehr auf der B 65 zwischen Bad Nenndorf und Bückeburg nicht mehr belasten. Zumindest, wenn sie sich an die Verkehrsregeln halten. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat gestern die neuen Verbotsschilder installiert und die B 65 für Durchgangsverkehr von Lastwagen gesperrt, die mehr als zwölf Tonnen Gesamtgewicht auf die Räder bringen. Zusammen mit Schaumburgs Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Verwaltungsvertretern der Stadt Barsinghausen wurde eines der Schilder an der Kreuzung zur Bückethaler Landwehr aufgestellt.

Zwölf neue Schilder stellen die Mitarbeiter der Landesbehörde auf. Diese sollen in beiden Fahrtrichtungen auf das Verbot hinweisen. So ist für Mautflüchtlinge, die Schaumburg aus Richtung Westen ansteuern vor Bückeburg Schluss. Im Osten ist die Passage über die B 65 ab Bad Nenndorf nicht mehr möglich. Zwei Schilder weisen an der Autobahnabfahrt Bad Nenndorf bereits darauf hin, dass die Weiterfahrt über die Bundesstraße nicht gestattet ist. Wie Schöttelndreier versichert, werde die Polizei den Verkehr künftig auch nach Verstößen der Lastwagenfahrer überwachen, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten. Der Landkreis will aber noch weiter gehen. "Wir haben das Land angeschrieben und wollen über eine Bundesratsinitiative den Bußgeldkatalog entsprechend ändern", sagt Schöttelndreier. Bisher liege das Bußgeld für einen Verstoß gegen die neue Anordnung bei 20 Euro. Der Landkreis mache sich dafür stark, dass ein wesentlich höherer Preis für die Missachtung der Regeln gezahlt werden solle. Zurzeit gelte das Durchfahrtsverbot ausschließlich für die Bundesstraße 65, so Birgit Maiwald, Leiterin des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Schaumburg. Doch bei anderen stark frequentierten Bundesstraßen besteht auch noch eine Chance auf Verkehrsberuhigung. Dafür müssen jedoch erst die Zahlen der Verkehrszählung ausgewertet werden, die die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im vergangenen Jahr gemacht habe, so Maiwald.

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