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Mitarbeiter gekündigt / Einrichtung soll versteigert werden / Betriebsrat verhandelt über Sozialplan

Aus für Ladenbau: 38 Mitarbeiter verlieren Job

Exten (wm). Insolvenzverwalter Olaf Handschuh aus Bückeburg hat gestern für die Firma Luthe Ladenbau GmbH& Co KG in Exten das Insolvenzverfahren eröffnet, alle 38 Mitarbeiter freigestellt und fristgemäß gekündigt. Handschuh bedauerte selber diesen Schritt, aber er sei unvermeidlich gewesen, nachdem Verhandlungen mit drei Interessenten keinen Erfolg gebracht hätten.

Die Situation in der gesamten Ladenbau-Branche sei schwierig, die Bereitschaft zu Investitionen gering, der Wettbewerb "schlicht brutal", weil Aufträge nicht über Qualität, die Luthe bieten könne, sondern fast ausschließlich nur noch über den Preis zu bekommen wären. Im Tourismusgeschäft laufe kaum noch etwas - ein wichtiges Standbein war für Luthe die Ausstattung von Reisebüros. Zwar habe sich das Extener Unternehmen mit der Ausstattung von Sanitätshäusern ein neues Marktfeld erschlossen, aber die Kapazitäten reichten bei weitem nicht aus, um die Firma fortzuführen. Schwierig sei jetzt, dass viele Arbeitnehmer der Belegschaft durch ihr Alter nur noch schwer vermittelbar seien. Zumindest für die beiden Lehrlinge hoffe er eine Lösung zu finden, so Handschuh - für einen Lehrling habe er bereits einen Übernahmebetrieb gefunden. Während der Kündigungsfrist erhielten alle Mitarbeiter den vollen Lohn, parallel dazu liefen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan. Die Versteigerungstermine für den Maschinenpark stehen bereits fest: Am 7. und 9. März, jeweils ab 12 Uhr, versteigert das Versteigerungshaus Günter Baumert aus Seelze das Inventar von der Fräse bis zum Bürostuhl und der Stehlampe, darunter einen Ausstellungsraum Reisebüro, eine Musterausstellung Sanitätshaus, Teile einer Textileinrichtung, eine Musterausstellung für Tabak, Lotto und Schreibwaren, das Inventar eines Besprechungsraumes, die Technik einer Maschinenhalle für Holzverarbeitung wie Metallbau. Die entsprechenden Listen stehen im Internet. Die Immobilie ist noch Eigentum der Familie Luthe. Die will sich, so war zu hören, um eine Nachnutzung für Bürogebäude und Hallen bemühen.

  • Auch die Musterausstellungen, wie hier die Ausstattung für ein Reisebüro, sollen versteigert werden.
  • In Exten schließt mit Luthe ein Traditionsunternehmen.
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