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Denkmalschützer ziehen Bilanz / Dokumentation soll demnächst vorgestellt werden / Nächstes Treffen am 11. Januar

Arbeitskreis listet Bausünden in Rintelns Altstadt auf

Rinteln (rd). Ein an Arbeit reiches, aber auch mit neuen Erfolgen belohntes Jahr 2005: Diese Bilanz seiner Bemühungen hat jetzt der Arbeitskreis Denkmalschutz im Heimatbund Grafschaft Schaumburg bei seiner traditionell geselligen Jahresabschlussrunde gezogen.

Mit neuem Elan, teilt Werner Zimmermann in seiner Pressemitteilung mit, wollen die Denkmalschützer bei ihrem ersten Monatstreffen im neuen Jahr am Mittwoch, 11. Januar, 18 Uhr, im Museum Eulenburg die Aktivitäten für ihr nun schon fünftes Arbeitsjahr 2006 festlegen. Als herausragendsten Erfolg seiner gesamten bisherigen Arbeit betrachtet der Arbeitskreis die von ihm initiierte und vom Stadtrat 2005 einmütig beschlossene Erhaltungssatzung "Altstadt Rinteln". Zimmermann: "Mit dieser wichtigen kommunalpolitischen Weichenstellung haben sich Politik und Verwaltung der Stadt gemeinsam unmissverständlich darauf festgelegt, das unverwechselbare Gesicht der historischen Altstadt auch für die Zukunft zubewahren. Die neue Erhaltungssatzung ergänzt die schon seit acht Jahren für die Innenstadt geltende Gestaltungssatzung und komplettiert so den rechtlichen Schutz der Altstadt." Allerdings, auch dem Arbeitskreis sei bewusst: Kein noch so umfassendes Regelwerk verbürge schon die tatsächliche Umsetzung auch in der täglichen, oft genug rauen Praxis. Hinzukommen müsse ein stets waches Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für den besonderen Wert ihrer historisch gewachsenen Stadt. Durch mannigfache Aktionen habe der Arbeitskreis auch 2005 nach Kräften daran mitgewirkt, dieses Bewusstsein weiter zu stärken. Sehr große Resonanz fand der Bildvortrag "Denkmale auf Schritt und Tritt" mit den Arbeitskreismitgliedern Dr. Friederike Kästing und Antje Rinne als Referenten. Erfreulicher "Nebeneffekt" der wieder gemeinsam mit der Volkshochschule durchgeführten Veranstaltung: Der Arbeitskreis konnte neue Mitstreiter gewinnen. Die örtlichen Schulen in seine Arbeit einbeziehen, auch das habe sich der Arbeitskreis auf seine Fahnen geschrieben, betonte Zimmermann. Mit einer besonderen Premiere sei es dem Arbeitskreis 2005 gelungen, im Gymnasium Ernestinum fest Fuß zu fassen: Im Herbst startete eine hochmotivierte Schüler-Arbeitsgemeinschaft "denkmal aktiv" unter der Projektleitung von Dr. Friederike Kästing und Antje Rinne. Bei seiner Arbeit konzentriert sich der Arbeitskreis Denkmalschutz auf Rinteln, verliert deshalb aber keinesfalls den gesamten Landkreis Schaumburg aus dem Blick. So ist zum Beispiel die Teilnahme der Gruppe am alljährlich örtlich wechselnden Tag des offenen Denkmals mit einem eigenen Stand seit jeher Tradition. Starkes Interesse fanden die Rintelner Denkmalschützer damit auch 2005 im Stift Obernkirchen. Am Beispiel der ehemaligen Festung Rinteln hatten sie unter der Federführung von Hermann-Jürgen Rinne das bundesweit vorgegebene Rahmenthema "Krieg und Frieden" auf drei Info-Tafeln variantenreich illustriert. "Bausünden auf der Spur": Unter diesem Motto hat sich eine eigens gebildete Gruppe des Arbeitskreises daran gemacht, in der Altstadt exemplarisch Gebäude ins kritische Visier zu nehmen, die nach Inkrafttreten der Gestaltungssatzung 1998 verändert oder neu errichtet worden sind. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse der akribischen Dokumentation in Bild und Text sollen schon bald der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

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