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Beteiligung beim Straßenausbau gefordert / Rat soll Gemeinnützigkeit feststellen

Anliegen Nr.1 des Behindertenbeirats: "Wir wollen ernst genommen werden"

Rinteln (la). Unter der Leitung des Vorsitzenden Jörn Lohse hat sich der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln in der Cafeteria der Lebenshilfe getroffen. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Heinz-Dieter Edler, Ansprechpartner bei der Stadt Rinteln für den Behindertenbeirat, nahmen an der Sitzung teil, um sich über die Wünsche des Beirates zuinformieren.

"Wir wollen ernst genommen werden", sagte Lohse zum Auftakt. Zum Beispiel beim Straßenbau könnte der Behindertenbeirat schon bei der Planung mitwirken und so notwendige Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen einfordern, zum Beispiel Bordsteinabsenkungen oder Behindertenparkplätze. "Es ist immer besser, wenn schon bei der Planung darüber gesprochen wird, als hinterher die fertig gebauten Straßen wieder verändern zu müssen", so Lohse. "Wie behindertenfreundlich eine Stadt ist, lässt sich nur an Mosaiksteinchen erkennen", meinte Buchholz. So habe man zum Beispiel beim Bau der Fußgängerzone bewusst darauf geachtet, Stufen zu Geschäften verschwinden zu lassen. "Seit der Verkehr aus der Stadt verschwunden ist, sieht man auch viel mehr Frauen und Männern, die mit Shoppern und Rollatoren unterwegs sind", stellte Buchholz fest. Der Behindertenbeirat könne jederzeit Einblick in die vorliegenden Straßenbaupläne bekommen. Außerdem sei es möglich, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, um Planungen miteinander zu besprechen. "Ob und in welchem Umfang die Teilnahme von Mitgliedern aus dem Behindertenbeirat an Sitzungen der Fachausschüsse der Stadt Rinteln möglich ist, muss man nach der Kommunalwahl klären", sagte Buchholz. Generell seien die Türen der Stadtverwaltung für den Beirat jedoch immer offen. So habe man auch schnell gehandelt, als der Wunsch geäußert wurde, die Parkplätze für Schwerbehinderte auf den Tafeln des Parkleitsystems mit auszuweisen. "Sollte der Behindertenbeirat irgendwo eine sofortige Bordsteinabsenkung für notwendig halten, dann werden wir das im Rahmen unseres Budgets auch erledigen", versprach Buchholz. "Wir wünschen uns außerdem, dass der Rat der Stadt Rinteln die Gemeinnützigkeit des Behindertenbeirates feststellt", sagte Lohse. Daher habe man bereits eine Geschäftsordnung und eine Satzung für den Beirat erstellt. Nur dann könne man auch Spenden entgegennehmen und dafür Quittungen ausstellen. Buchholz versprach, das Anliegen mit auf die nächste Tagesordnung des Rates zu nehmen. Aus dem Kreisbehindertenbeirat berichtete Jörn Lohse, dass eine barrierefreie Internetpräsenz aufgebaut werden soll. In verschiedenen Arbeitskreisen würden unterschiedliche Themen bearbeitet. Cornelia Hildebrand von der Lebenshilfe Rinteln sagteüber die Präsentation des Behindertenbeirats während des Adventszaubers: "Wir haben gute Gespräche geführt und einiges an Selbstgebackenem und -gebasteltem verkauft." Das nächste Treffen des Behindertenbeirates findet am Dienstag, 21. Februar, um 18 Uhr in der Cafeteria der Lebenshilfe statt. Wer Interesse hat mitzuarbeiten, sollte sich den Termin vormerken.

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