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Tennisplätze im Freizeit-Center verschwinden, dafür entstehen Soccer-Plätze / Auftakt zur Fußball-WM

Am Schubertweg werden ab Juni Tore geschossen

Rinteln (wm). Die beiden Tennisplätze im Tennis- und Freizeit-Center am Schubertweg verschwinden, dafür werden hier zwei Indoor-Fußballplätze nach modernstem Standard gebaut. "Wir hätten ohnehin in den Boden der Halle investieren müssen", schilderte Sven Wilkening, Mitgesellschafter der TFC GmbH die Situation. Gerüchte, dass sich im Freizeitcenter etwas tue, gab es in der Stadt schon viele, sogar von einer Schließung des Hauses war die Rede.

"Unsinn", sagt Wilkening, das Gegenteil sei richtig: "Wir investieren!" Es seien gleich mehrere Gründe gewesen, die die Gesellschafter dazu bewogen hätten, hier etwas Neues zu wagen: Die Zahlen der Buchungen auf den Tennisplätzen seien rückläufig, beim Tennisverein gebe es zwar eine gute Jugendarbeit und engagierte Senioren, es fehle aber der "Mittelbau", nämlich die 20- bis 50-Jährigen.Der Tennisbetrieb hätte sich - auch unter dem Aspekt steigender Energiekosten - langfristig nicht mehr wirtschaftlich machen lassen. Das neue Soccer-Center hat sogar schon einen Namen "rigoal" soll es heißen, und ab Sonnabend kann man sich auf einer Homepage im Internet informierten (www.rigoal.de). Für Hallenfußball ("Soccer") gebe es eine sehr breite Interessentenschicht von Hobbykickern über Clubs im Wintertraining bis hin zu Betriebs- und Thekenmannschaften. "Tennis muss man lernen, Hallenfußball kann jeder spielen, der Spaß daran hat. Wir werden", schilderte Wilkening, "eine Spielerbörse im Internet installieren, wo sich jeder melden kann, der spielen will." Auch die Buchungen der Plätze seien über das Internet möglich. Auf den neuen beiden Soccer-Plätzen, verspricht Wilkening, könne man kicken "wie auf echtem Rasen" - vorbei die Zeiten, wo sich jemand auf Kunstrasen Brandverletzungen holte, wenn er stürzte. Der Kunstrasen, der ohnehin eine Tragschicht hat, werde zusätzlich mit einer Elastikschicht unterlegt: "Das schont die Knie." Um wirklich optimale Plätze zu bauen, habe man sich Soccer-Hallen in Münster, Osnabrück und Hannover angeschaut. Modernisiert würden auch die Umkleiden, geplant sei, das Restaurant in eine Sport-Bar umzuwandeln mit modernsten Plasmabildschirmen und Beamern, auf denen Gäste sportliche Ereignisse verfolgen können. Auftakt für das neue Soccer-Center soll die Fußball-WM sein - die Tennis-Abonnenten können also in Ruhe bis zum Ende der Wintersaison spielen. Umgebaut wird erst im Mai, am 1. Juni soll der erste Soccer-Platz fertig sein, zugleich eine Event-Fläche. Zur Fußball-Weltmeisterschaft soll dort eine Großleinwand aufgebaut werden, nach Abschluss der WM werde der zweite Soccer-Platz angelegt. Die TFC-Gesellschafter haben noch mehr vor, so Wilkening: "Wir wollen eine Hausliga einführen, und eine Fußballschule speziell für Kinder soll es geben". Der Vorstand des Tennisvereins will seinen Mitgliedern am 13. März bei der Generalversammlung den Vorschlag machen, auf dem Tennisgelände an der Waldkaterallee für die Wintersaison eine Traglufthalle aufzubauen, gab Vorsitzender Dr. Peter Kalbe gestern auf telefonische Anfrage bekannt. Schon um zu verhindern, dass sich Mitglieder nach Alternativen umschauen, sei hier eine grundsätzliche Entscheidung notwendig. Manfred Steffen, Manager von "Bowling del Sol" mit acht modernen Bowlingbahnen zeigte sich von den neuen Plänen der GmbH hoch erfreut. Das Bowling-Center laufe gut, jetzt erhoffe er sich, dass ein noch breiteres Publikum erschlossen werde, sich eine neue Dynamik durch das neue Sportangebot entwickele. "Bowling del Sol" werde weiter für die Gastronomie verantwortlich zeichnen, also auch die geplante Sport-Bar betreiben.

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