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Veranstalter Gisbert Hiller will mit vielen Neuerungenüberzeugen, statt mit dem Reduzieren des Programms

Alles bleibt beim Alten: Ritter halten zwei Mal Hofstaat

Bückeburg. Gute Nachrichten für alle Mittelalter-Fans in und um Bückeburg: Das Mittelalterlich Spectaculum wird in diesem Sommer wie gewohnt an zwei Wochenenden stattfinden. Entgegen früherer Überlegungen wird Veranstalter Gisbert Hiller das große Ritter-, Gaukler- und Vaganten-Festival auf der Mausoleumswiese doch nicht auf ein einziges Wochenende einschrumpfen. Im Spätsommer 2005 hatte Hiller mehrfach die Absicht geäußert, die Veranstaltungsreihe in Bückeburg auf ein Wochenende zu reduzieren und dafür am neuen Spielort in Aurich zweimal aufzutreten.

Im Dezember hatte Gisbert Hiller die 2006er Termine für die Veranstaltungsreihe "Mittelalterlich Spectaculum" endgültig festgezurrt. Für Bückeburg bedeutet dies: Es bleibt bei dem gewohnten und liebgewonnenen Turnus von zwei Wochenenden, nämlich am 22. und 23. Juli sowie am 29. und 30. Juli 2006. Insgesamt umfasst "Mittelalterlich Spectaculum" inzwischen 22 fest eingeplante Spielorte. "Das ist absoluter Rekord", betont Gisbert Hiller stolz. Neu hinzugekommen sind die beiden Landesgartenschau-Gelände in Weil am Rhein sowie in Singen, außerdem findet das Spectaculum in Hamm bei Dortmund erstmals in einer Halle statt. Viele Programmpunkte stehen bereits jetzt fest. So werden auf jeden Fall die beiden bewährten Mittelalter-Bands Saltatio Mortis und Cultus Ferox in Bückeburg wieder dabei sein, allerdings, wie Gisbert Hiller ausdrücklich betont, jeweils nur einen Tag: "Wir würden einen großen Fehler machen, wenn wir uns nur auf diese beiden Gruppen verlassen und bei der Musik nie etwas Neues bieten würden." Für musikalische Abwechslung werden daher unter anderem die Mittelalter-Bands Potentia animi, Scharlatan, Cradem aventure und Faun sorgen. Genauso wenig fehlen dürfen natürlich die Löwenritter, das Traumspektakel, das Heerlager und der große Pestumzug. Noch mehr Händler und Handwerker wird 2006 der mittelalterliche Markt umfassen. Im Gegensatz zu 2005 soll sich das Marktgeschehen jedoch wieder ausschließlich auf der Wiese vor dem Mausoleum abspielen - und nicht mehr zusätzlich noch auf der Südseite des Mausoleumswäldchens. "Die Kritik aus den Reihen der Besucher war diesbezüglich sehr eindeutig." Bei der Auswahl der Händler hat Gisbert Hiller derzeit nach eigenen Angaben die Qual der Wahl: "Wir können uns vor Bewerbungen für unseren Mittelaltermarkt kaum retten, so viele wollen zu uns." Mit Igor Engel wird das Mittelalterlich Spectaculum 2006 ein altbekanntes Gesicht erleben: Mit neun Darstellern kehrt der Chef des "Schergenlagers" in die Arme von Gisbert Hiller zurück, nachdem er anno 2004 gemeinsam mit Johannes Faget und seinen Fogelvreien der Großveranstaltung den Rücken kehrte. "Das Schergenlager war nach der Trennung von den Fogelvreien für uns der größte Verlust", so Gisbert Hiller, "darum sind wir sehr froh, dass wir diese Gruppe 2006 wieder in Bückeburg präsentieren können". Noch nicht geklärt ist ein Engagement des "Theater Feuervogel". Die beliebten Stelzenkünstler fehlten 2005 in Bückeburg, wer sie sehen wollte, musste zum Spectaculum nach Telgte reisen. Die Verhandlungen seien schwierig, erklärte Gisbert Hiller, da die Feuervögel ein außerordentlich begehrtes Ensemble seien und grundsätzlich versuchten, bei möglichst vielen Veranstaltern aufzutreten.

  • Die Krönung: Ritterspektakel kommt zwei Mal. Foto: Archiv
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