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Ausstellung der Herder-Realschüler auf frisch renovierten Fluren

Adieu Tristesse: Schüler bringen Farbe in den Gerichtsalltag

Bückeburg (ly). Schön wars nicht: Nachdem Armin Böhm vor vier Jahren seinen Posten als Direktor des Bückeburger Amtsgerichts angetreten hatte, blickte er auf triste Wände. Nur vereinzelt fanden sich Kalenderbilder, ausgeschnitten von Mitarbeitern.

Adieu Tristesse: Umso erfreuter ist Böhm, wenn er heute durch die Gänge geht. Zurzeit hängen dort nämlich 20 Bilderrahmen mit Arbeiten von Herder-Realschülern, insgesamt über 50 einzelne Werke. Gestern sagte das Amtsgericht mit einem kleinen Empfang Dankeschön. "Ihr habt euch viel Mühe gemacht, wir freuen uns", lobte der Direktor und sprach von "wunderbaren Bildern". Wie praktisch, dass die Flure des Amtsgerichts gerade renoviert worden sind. An den frisch gestrichenen Wänden kommen die Werke der jungen Künstler besonders gut zur Geltung. Entstanden sind die Arbeiten im Kunstunterricht der sechsten, siebten und neunten Herder-Klassen. Die Themen: "Blaue Stadt" (6. Schuljahr), Mischen von Farben (7. Schuljahr) und Parallel-Perspektive. Die Motivation dahinter ist förmlich spürbar. Blumensträuße aus den Händen Böhms gab es gestern für die Kunsterzieherinnen Rita Schefzyk und Doris Jäkel, während die jungen Leute sich einmal bei der Justiz umschauen durften. Vor den Herder-Realschülern hatte das Gymnasium Adolfinum die Gelegenheit zu einer Ausstellung bekommen, die im Amtsgericht rund anderthalb Jahre lang zu sehen war. Etwas so lange soll auch die aktuelle Schau präsentiert werden. Womöglich gelingt es ja, sogar die kriminelle Kundschaft der Gerichte ein wenig aufzuheitern.

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