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Rück- und Ausblick von Ortsbürgermeister Friedrich Meyer / "Mitunter richtig berührt"

950-Jahr-Feier stellt alles in den Schatten

Scheie (bus). Scheies Ortsbürgermeister Friedrich Meyer muss erwartungsgemäß nicht lange grübeln, um den Höhepunkt des zurückliegenden Jahres zu benennen: "Die 950-Jahr-Feier hat tatsächlich alles in den Schatten gestellt." Die Veranstaltung am vierten Juni-Wochenende hatte weit über die Kreisgrenzen hinaus die Aufmerksamkeit auf die 1055 erstmals urkundlich erwähnte Ansiedlung gelenkt. Zu den Gästen zählten Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, Landesbischof Jürgen Johannesdotter und Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. "Ich war freudig überrascht, dass alles so gut gelaufen ist", erinnert sich der Ortsbürgermeister.

Besonders gefreut habe ihn das im Vorfeld nicht unbedingt zu erwartende selbstlose, gemeinsame Engagement der Einwohner. "Ich bin hier geboren und mit den Marotten durchaus vertraut." Daher könne er die Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft umso besser einordnen. "Mitunter hat's mich richtig berührt", gibt Meyer unumwunden zu. Ebenfalls erfreulich: Das Jubiläum löste zahlreiche Eigeninitiativen und Privataktivitäten aus, die das Erscheinungsbild der Ortschaft dauerhaft aufpolieren. Außer dem Großereignis nennt Meyer den Ausbau des Jagdwegs und den Umbau des Gerätehauses der Feuerwehr. Der von den Kameraden komplett in Eigenleistung bewerkstelligte Umbau soll in diesem Frühjahr abgeschlossen werden. "Ein tadelloses Unternehmen", zollt der Ortsbürgermeister den Feuerwehrleuten Anerkennung und Respekt. Trotz aller Zufriedenheit verbleiben auf dem Wunschzettel für das laufende Jahr eine Handvoll Vorhaben, denen Meyer nicht länger Aufschub gewähren möchte. Einige Straßen und Wirtschaftswege müssten dringendst in Angriff genommen, Maßnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit realisiert werden. Insbesondere die Situation an der Hauptstraße - Meyer:"Hier wurden innerorts Geschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometer gemessen" - gestalte sich mehr als bedenklich. Eine Verkehrsinsel am nördlichen Ortsausgang Scheies könnte das Tempo der Verkehrsteilnehmer erheblich reduzieren. Weiterhin auf dem Wunschzettel: die Ausweisung von Neubauflächen."Ungeachtet jahrelanger Planungen haben wir nach wie vor nichts Konkretes in der Hand." Nichts zu meckern gibt es - siehe oben - hinsichtlich des Zusammengehörigkeitsgefühls in Scheie. Damit das so bleibt, wird das Jubiläumsfest im Sommer 2006 ein "Nachspiel" haben. "Wir wollen aus dem seinerzeit erzielten Überschuss eine Dankeschön-Veranstaltung auf die Beine stellen", erläutert Meyer. Eingeladen werden alle Helfer und Mitstreiter. Die Feier könnte zum Jahreshöhepunkt avancieren.

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