weather-image
Premiere-Essen des Bürgerbataillons in der Schlossremise

560 Zungen schmecken: "Carlos" Kohl hat's in sich

Bückeburg (tw). "Feier-, nein Feuertaufe bestanden!" Das attestierten zahlreiche Mannsbilder des Bürgerbataillons Festwirt "Carlo" Kerkhoff-Schäfer trotz keinerer Malheurs gestern Abend bei der Grünkohl-Premiere in der restlos ausverkauften Schlossremise. Schon der Eintritt durch das von Fackeln gesäumte Portal und erst recht der Blick auf die rustikale Sandstein-Architektur im Inneren machte der Mannschaft Appetit auf mehr.

"Alle vorangegangenen Grünkohlessen, egal ob unter der Regie von Gerhard Ostermeier oder der von Edgar Miller, waren hervorragend. Der ,Neue' wird sich daran messen lassen müssen - und ich bin sicher, er kann es", erklärte Stadtmajor Rolf Netzer bei seiner Begrüßung. 560 Portionen "feinsten Oldenburger Kohl" hatte Kerkhoff-Schäfer von Küchenchef Christian Löbelt in Rusbend zubereiten und in Warmhaltebehältern in die Schlossremise karren lassen. Wer's genauer wissen will: 260 Kilo Kohl, 180 Kilo Bauchfleisch und Kasseler, 100 Kilo Kohlwürste und 200 Kilo Kartoffeln waren zuzubereiten, Fleisch und Wurst: "Alles von Bauerngut", betont der Festwirt. Indes: Ein Problem mit dem Strom in der Remise führte dazu, dass die Erdäpfel nicht punktgenau zum geplanten Zeitpunkt gar wurden; die Ausgabe der Essen verzögerte sich. Für eine eigene Kohl-Deko auf den mit Servietten in Stadtfarben drapierten Tischen reichte das Wintergemüse indes nicht mehr - Kerkhoff-Schäfer hatte alle Bestände aufgekauft, Löbelt alles "verkocht". Sattessen konnte sich allemal das Auge: Erstmals bei einer solchen Sitzung zierten die Flaggen aller sechs Kompanien plus Eskadrons-Banner sowie ein Teil der Rottfahnen die Wände. Damit die Mägen nicht allzu lange knurrten und niemand "trocken" sitzen musste, gab's drei Ausgabestellen für den Kohl sowie zwei Theken fürs Flüssige. Um das Wohl der 560 Gäste kümmerten sich 32 dienstbare Geister vor und hinter den Kulissen - 80 Prozent davon weiblichen Geschlechts. Was die Feiernden dankbar bemerkten: Weil - trotz der Masse Mensch im Raum - noch ausreichend Platz zwischen den Tischreihen blieb, konnte sich, wer "musste", gen Toilette verpieseln, ohne dabei sämtliche Tischnachbarn aufzuscheuchen. Weiterer Bericht folgt.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare