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41-jähriger Obdachloser liegt auf B 83 / Lkw kann nicht mehr ausweichen / Opfer will zum "Love-Mobil"

40-Tonnerüberrollt Fußgänger - Rintelner tot

Heeßen (tw). Bilder des Grauens am Mittwochabend, 18. Januar, auf der B 83 im Bereich Heeßen: Ein 41-jähriger Fußgänger aus Rinteln wird gegen 19.34 Uhr im Straßenabschnitt zwischen Bad Eilsen und der Auffahrt auf die Autobahn A 2 von einem 40-Tonnerüberrollt und zerquetscht. Notarzt und Rettungssanitäter können nichts mehr für den Mann tun. Er ist auf der Stelle tot.

Nach Auskunft der Polizei Bückeburg, die mit mehreren Streifenwagen vor Ort ist, liegt der Rintelner bewegungslos auf dem rechten Seitenstreifen, als er am Anfang der Tempo-100-Zone von der in Richtung Minden fahrenden Zugmaschine mit Auflieger erfasst wird. Mindestens ein Fahrzeug kann dem Mann zuvor noch ausweichen - der 70-Jährige aus Bad Münder, der am Steuer des 40-Tonners sitzt , nicht mehr. Bei Redaktionsschluss dauert die Befragung der Zeugen und die Untersuchung des Schwerlasters noch an. Wahrscheinlicher Unfallhergang, wie er sich aus Sicht der Polizei bislang darstellt: Der 41-jährige - wohnungslose - Rintelner hat sich kurz zuvor noch in der Shell-Tankstelle in Klein Eilsen aufgehalten. Zu diesem Zeitpunkt ist er vermutlich bereits alkoholisiert; Zeugen hätten berichtet, er habe dort "rumgepöbelt". Anschließend macht sich der Mann zu Fuß auf den Weg zu den beiden "Love-Mobilen" an der Autobahnauffahrt, wo er sich schon häufiger aufgehalten haben soll. Eine Prostituierte, die dort ihrem Gewerbe nachgeht, soll ihn gebeten haben, in den Abendstunden ein Auge auf ihren Wohnwagen zu haben. Unbekannte hatten an dieser Stelle in einer Nacht im August 2004 ihren VW-Bus abgebrannt ... Ob der Rintelner infolge Alkoholkonsums bereits gestürzt ist, als ihn der 40-Tonner überrollt oder ob ihn ein anderes noch unbekanntes Fahrzeug zuvor erfasst hat, ist noch nicht klar. Die um 19.52 Uhr alarmierte Ortsfeuerwehr Luhden ist mit 11 Kameraden vor Ort, leuchtet die Unfallstelle aus und reinigt im Anschluss die Fahrbahn. Die Polizei hat den Vorfall an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Die entscheidet jetztüber eine Obduktion des Unfallopfers.

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