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Großes Frühstücks-Büfett im Kursaal aufgebaut

200 Frauen denken nachüber Freundschaft

Bad Eilsen (jp). Mehr als ein Frühstück hatten die Veranstalterinnen des "Frühstückstreffens für Frauen" versprochen, und es sollte erheblich mehr werden als das reine Verspeisen des wirklich ausgezeichneten Frühstücks-Büfetts, welches für die Teilnehmerinnen im Bad Eilser Kursaal aufgefahren worden war: "Freundschaft ist ein Geschenk, aber sie fällt nicht vom Himmel" stand als Thema über dem Referat des nunmehr 30. Frühstückstreffens für Frauen in Schaumburg. Verantwortlich dafür zeichnete Erika Sonnenberg, Seelsorgerin von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Oldenburg.

Rund 200 Frauen konnte Heidi Lube, Mitglied des Organisationskomitees und Moderation der Veranstaltung, dazu im Bad Eilser Kursaal begrüßen. Zwei mal im Jahr veranstaltet das Organisationskomitee dieses Treffen für Frauen aus ganz Schaumburg. Die Veranstaltung trägt sich aus Kostenbeiträgen der Teilnehmerinnen sowie aus Spenden. Musikalisch anspruchsvoll wurde dieses 30. Frühstückstreffen für Frauen von der Band "Kur-Jazz"von Anna-Lena Schnabel aus Obernkirchen unterhalten. Immer mehr Menschen lebten alleine, dabei seien Menschen soziale Wesen und benötigten daher Beziehungen, leitete Erika Sonnenberg ihr Referat ein. Ohne die Beziehungselemente Liebe, Freude, Freundschaft, Beistand und Trost könne man sein Menschsein nicht in seiner Fülle ausleben. Freundschaften seien notwendig zum Wachsen und Reifen einer Persönlichkeit, als Ausgleich zufrüheren Defiziten, zu Ermutigung, Kritik, Rat und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Sie stärkten das Immunsystem und erhöhten die Lebensqualität. "Die beste Freundin ist diejenige, bei der ich mich geben kann, wie ich wirklich bin", so Erika Sonnenberg, Sie begleite durch Krisen, decke Entwicklungsbedürfnisse ab und fordere Fähigkeiten heraus. Als "acht Pfeiler der Freundschaft" benannte Erika Sonnenberg die Eigenschaften Achtsamkeit, Verfügbarkeit, Verlässlichkeit, Zärtlichkeit, Freude, Aufmerksamkeit, Selbstwerdung und Treue. Enge Freundschaften sollten bereits in der Kindheit durch entsprechend vielfältige Kontakte ermöglicht, aufgebaut und gepflegt werden. "Freundschaftskiller" seien hingegen Manipulation, Neid, Vereinnahmung, Missgunst, Klatsch und Tratsch, Vertrauensbruch, Abhängigkeit und Anspruch auf Ausschließlichkeit. Freunde gewinne man, indem man selbst freundschaftsfähig werde. Eine Freundin könne beim Aufbau des Selbstwertgefühls helfen, aber man dürfe es nicht von ihr abhängig machen. Erika Sonnenberg: "Wer Freundschaft will, muss selbst Freund werden."

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