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Trendwende?

Weniger Kirchenaustritte im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont

HAMELN-PYRMONT. Die Zahl der Personen, die aus der Kirche austreten, ist im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Hameln-Pyrmont im letzten Jahr ein wenig zurückgegangen. Die große Welle der Kirchenaustritte sei überwunden und mittlerweile wieder rückläufig, sagt Regine Koch, Leiterin des Kirchenkreisamts Hameln-Pyrmont.

Autor

Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite

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Bei etwa 65 000 evangelischen Christen sind im letzten Jahr 459 Kirchenaustritte verzeichnet worden, im Jahr davor waren es 620. Bei allen Vergleichen zeichnet sich keine klare Tendenz ab: So waren es im Jahr 2013 doch 423 Austritte. Alle Zahlen betreffen jedoch nicht den gesamten Landkreis, da dieser nicht deckungsgleich mit dem Kirchenkreis ist. Die Bereiche Coppenbrügge und Salzhemmendorf gehören dem Kirchenkreis Hildesheimer Land an, während Fischbeck und der größte Teil der Stadt Hessisch Oldendorf zum Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg gehören.

„Wir können positiv in die Zukunft blicken. Es ist deutlich zu erkennen, dass die große Welle der Kirchenaustritte überwunden scheint“, sagte Koch auf dem Kirchenkreistag im November. Die größere Anzahl an Austritten im Jahr 2014 führt das Kirchenkreisamt zum einen auf den Kirchensteuereinzug bei der Kapitalertragsteuer zurück, zum anderen auf das Bekanntwerden einiger Missbrauchsfälle durch Priester in Deutschland. Daher sei die aktuelle Entwicklung besonders positiv, zeige sie doch, dass das Vertrauen der Menschen in die Kirche auch weiterhin vorhanden sei, so eine Mitarbeiterin.

Dank der verringerten Zahl der Kirchenaustritte und eines positiven Blicks in die Zukunft zeige sich auch, dass der von den lokalen Kirchen eingeschlagene Kurs sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht richtig sei, bekräftigt Koch in ihrer Erklärung. Anlass zur Änderung des Finanz- oder des Stellenplans im Kirchenkreisamt, die von einigen Mitgliedern beantragt wurde, gebe es laut Koch daher nicht. Mit großer Mehrheit werden zudem die Beschlüsse zu den Finanz- und Stellungsplänen gefasst und damit der Haushalt 2017/2018 beschlossen.

Der Kirchenkreistag ist das Parlament des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hameln-Pyrmont. Er setzt sich zusammen aus Mitgliedern der örtlichen Kirchenvorstände, die durch den Kirchenkreisvorstand berufenen Personen, dem Superintendenten sowie den im Kirchenkreis wohnenden Mitgliedern der Landessynode. Im Kirchenkreistag Hameln-Pyrmont sitzen damit momentan 75 Mitglieder, die in Ausschüssen die Interessen und Anliegen aller evangelisch-lutherischer Gemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis vertreten, Anträge bearbeiten und Beschlüsse fassen. Bis Ende 2015 leitete Doris Feuerhake den Kirchenkreis, neuer Vorsitzender ist seit 2016 Dietrich Freiherr von Hake.

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