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Mehr Ertrag als 2015

Rübenlaster rollen ruhiger

WESERBERGLAND. Die Rübenkampagne ist in vollem Gange: 800 Lkw sind derzeit im gesamten Einzugsgebiet des Nordzucker-Konzerns auf den Straßen unterwegs. Auch dieses Jahr hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, den Lärm für Anwohner so gering wie möglich zu halten.

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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

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„Wir haben bereits im Vorfeld unsere Speditionen in Bezug auf eine lärmschonende Fahrweise geschult“, erzählt Franz Hesse, Werksleiter von Nordzucker in Nordstemmen. „Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, um den Lärm zu vermindern – und das hat gefruchtet. Dennoch werden wir deswegen natürlich nicht komplett leise“, sagt Hesse. Anwohner werden die Rübentransporter trotzdem wahrnehmen – auch wenn die Fahrer immer rücksichtsvoller unterwegs sind. „Im großen und ganzen fahren alle sehr diszipliniert und bei uns fahren sie auch nicht nach Akkord. Da sind wir gut aufgestellt“, zieht Hesse Bilanz. Auch am Sonntagsfahrverbot hält Nordzucker weiterhin fest. „Wir sind auch am 3. Oktober keine Touren gefahren“, weiß Hesse. An den Sonntagen fahren die Lkw nicht durch Bennigsen, sondern nehmen eine Umleitung über Hannover oder Eldagsen. Nordzucker selbst fährt nicht mit eigenen Fahrzeugen, sondern beauftragt unter anderem Speditionen. Aber auch die Partner beteiligen sich an der Anti-Lärm-Strategie, um Anwohner bestmöglich zu schützen.

Die Erträge werden dieses Jahr über dem Durchschnitt liegen. Waren es im vergangenen Jahr um die 1,6 Millionen Tonnen, konnte der Ertrag noch einmal auf 1,7 Millionen Tonnen gesteigert werden. Das Unternehmen konnte etwas mehr Fläche in seinem Einzugsgebiet nutzen. Dabei sah es zu Beginn der Ernte noch gar nicht danach aus, gute Erträge zu erzielen. „Wir hatten am Anfang eine sehr trockene Phase, erst in den vergangenen drei bis vier Wochen, als der Regen kam, hatten wir ordentlich Zuwachs“, sagt Hesse. Generell habe Nordzucker während der Kampagnenzeit kaum Ausfalltage aufgrund des Wetters gehabt.

Gute Erträge gab es auch auf den heimischen Flächen zwischen Deister und Süntel. „Die Böden sind toll und dort hatten wir tolle Ergebnisse.“

Rollten 2014 die Lkw noch zu Weihnachten und Silvester durch die Orte, rechnet der Werksleiter in diesem Jahr damit, noch in der Weihnachtswoche fertig zu werden.

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