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Rettungstürme an der Grundschule Bisperode vorgesehen

Millionen für den Brandschutz

COPPENBRÜGGE. Brandschutzmaßnahmen in der Grundschule Bisperode und der Anbau am Kindergarten in Bisperode werden voraussichtlich insgesamt 1,7 Millionen Euro kosten. Nach momentanen Rechnungen entsteht im Haushalt 2017 ein negatives Jahresergebnis von 335 000 Euro. Dies könnte jedoch noch nach unten korrigiert werden.

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Umfangreiche Brandschutzmaßnahmen in der Grundschule Bisperode und der Anbau an den Kindergarten Peter und Paul in Bisperode sind die größten finanziellen Brocken, die der Flecken Coppenbrügge im Haushalt von 2017 und 2018 zu bewältigen hat. Insgesamt wird in beiden Jahren mit einem Kostenvolumen von 1,7 Millionen gerechnet.

Die Umsetzung der Brandschutzmaßnahme soll aufgeteilt werden in zwei Bauabschnitte. Davon entfällt auf das Jahr 2016 eine Summe von 620 000 Euro und auf 2017 ein Betrag von 400 000 Euro.

Von diesem Geld sollen Türme an den Außenfassaden des Schulgebäudes erreichtet werden, damit die Kinder in den außen liegenden Klassenzimmern im Falle eines Brandes darüber das Haus verlassen können. Zudem benötigt jeder Klassenraum einen eigenen Lautsprecher für Notfall-Durchsagen, der Sicherungskasten ist veraltet und muss ausgetauscht werden und brennbare Holzteile in den Treppenfluren müssen entfernt werden. Darüber hinaus benötigen die Flure, die als Rettungskorridore dienen, eine spezielle Brandschutzdecke, die einem Feuer 90 Minuten lang standhalten kann, um eine mögliche Evakuierung sicherzustellen. Zudem dürften sich Jacken, Bilder und Ähnliches aus Brandschutzgründen eigentlich nicht in den Fluchtwegen befinden, sagt Jürgen Krückeberg, Bauamtsleiter der Gemeinde Coppenbrügge. Eine Lösung dafür müsse noch erarbeitet werden. Außerdem müsse man noch planen, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden könnten, ohne den Unterricht zu stören.

Am Kindergarten „Peter und Paul“ in Bisperode ist eine Erweiterung vorgesehen. Laut dem ersten Entwurf eines Architekten ist ein Anbau im Eingangsbereich des Kindergartens möglich. Dadurch könnten zwei neue Gruppenräume sowie eine Mensa entstehen. Eine genaue Kostenaufstellung hierfür liegt noch nicht vor.

335 100 Euro fehlen momentan in der Planung für den Gesamthaushalt 2017

An Gesamterträgen sind im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr 11 379 000 Euro eingestellt. Dem gegenüber stehen Gesamtaufwendungen von 11 714 100 Euro, sodass im Ergebnishaushalt unterm Strich ein Fehlbetrag von 335 100 Euro bleibt. Es bleibt abzuwarten, ob der Fehlbetrag durch die erhöhte Bedarfszuweisungen, die das Land Niedersachsen der finanzschwachen Kommune Coppenbrügge im Haushaltsjahr 2015 in Höhe von 300 000 Euro und 2016 in Höhe von 560 000 Euro zur Verfügung gestellt hat, noch nach unten korrigiert werden kann.

Welche Investitionen außerdem im Haushaltsplan 2017 berücksichtigt werden müssen, erläuterten Krückeberg und Anja Hölscher, Finanzsachbearbeiterin der Gemeinde, in der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Coppenbrügge, Bisperode und Brünnighausen in der Mehrzweckhalle Brünnighausen.

Dazu zählen in Bisperode die Sanierung der Straße „Behrensen-Herkensen“ und die Unterhaltung der Trinkwasserversorgung und der Hochbehälter sowie die Trinkwasserversorgung „Wöckener Weg“. In Brünnighausen soll die Straße „Am Nesselberg“ saniert werden. In Coppenbrügge steht die Sanierung von Wirtschaftswegen sowie des „Alten Betonwegs“ zwischen Bessingen und Coppenbrügge an. Die Unterhaltung der Wasserläufe „Am Gelbbach“ stehen zudem in Dörpe bevor. Darüber hinaus sind Fenstersanierungsmaßnahmen in der Trauerkapelle von Marienau und eine Heizungssanierung in der Trauerkapelle von Dörpe vorgesehen. Außerdem müssen für den gesamten Flecken Gelder für die Pflege von insgesamt 6800 Bäumen eingestellt werden.

Außerdem ist eine Investition in die Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser von Dörpe und Diedersen vorgesehen. „Diese Maßnahmen werden mit Leadermitteln gefördert“, betont Krückeberg.

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