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Großes Adventskonzert der Kantorei ganz im Zeichen der Romantik

In der Klosterkirche wird es stimmungsvoll

BODENWERDER / KEMNADE. Die 1000 Jahre alte, adventlich ausgeleuchtete Klosterkirche in Kemnade ist bekannt für ihre besondere Atmosphäre. Am zweiten Advent ist sie Kulisse für das große Adventskonzert der Kantorei Bodenwerder. Es steht in diesem Jahr unter dem Motto „Go west“.

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Geboten wird von den zahlreichen Mitwirkenden am Sonntag, 4. Dezember, ab 17 Uhr romantische Weihnachtsmusik aus Westeuropa. Es handelt sich um das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens, Gabriel Fauré’s „Cantique de Racine“ sowie die „Fantasia On Christmas Carols“ von Ralph Vaughan Williams, dazu sind Solostücke aus Frankreich und Großbritannien für Gesang und Harfe vorgesehen. Es musizieren unter der Leitung von Christiane Klein Ute Engelke (Sopran), Christiane Rau (Mezzosopran), Anne Schuldt (Alt), Jörn Lindemann (Tenor), Albrecht Pöhl (Bass), Ellen Wegner (Harfe), die Kantorei Bodenwerder und das Ensemble Antico mit Konzertmeisterin Annika Yildiz.

Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns wird von fünf Gesangssolisten, Chor, Harfe, Orgel und Streichorchester dargeboten. Es schlage einen eher lyrischen Ton und nehme die Zuhörer freundlich mit auf den Weg gen Weihnachten, kündigen die Veranstalter an. Saint-Saëns – vor allem durch das Werk „Karneval der Tiere“ bekannt – spielt in zehn kurzweiligen Sätzen mit unterschiedlichen Sänger-Besetzungen und komponiert eine dynamische Steigerung bis zum festlichen Finale.

Der „Cantique de Jean Racine“ – Opus 11 von Gabriel Fauré – ist die intime Vertonung einer Nachdichtung des Hymnus „Consors paterni luminis“ von Jean Racine (1639 bis 1699), einem Dramatiker aus der Zeit Ludwigs XIV. Mit 19 Jahren komponierte Fauré dieses Gebet als Prüfungsstück im Rahmen seines Studiums in der Fassung für Chor und Klavier und erhielt dafür einen „ersten Preis“. Es war eines seiner ersten Chorwerke. Fauré scheint damit sehr zufrieden gewesen zu sein, denn er instrumentierte es später in Fassungen für Streicher und Harfe, für Orgel und 1906 für großes Orchester.

Ralph Vaughan Williams beschäftigte sich intensiv mit dem Sammeln und Veröffentlichen englischer Volkslieder und entdeckte auch die englische Musik der Renaissance für sich. Beides beeinflusste seinen Kompositionsstil erheblich. 1912 schuf er die „Fantasia On Christmas Carols“ für das in der Nähe seines Geburtsortes seit 1714 jährlich abwechselnd in den Kathedralen von Gloucester, Worcester und Hereford und stattfindende „Three Choirs Festival“. Das Werk präsentiert drei alte Weihnachtslieder in der Besetzung mit Bariton-Solo, Chor, Orgel und Streichorchester in einem großen dynamischen Bogen aus der Stille zu festlicher Ekstase und wieder ins Piano.


Eintrittskarten für die nummerierte Plätze in der Klosterkirche gibt es im Vorverkauf bei „Düt un Dat“ (Große Straße 43, Telefon 05533/979363, E-Mail duetundatmuenchhausenstadt@web.de) sowie ab 16 Uhr an der Abendkasse.

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