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Detlef Olejniczak für Ratsmitgliedschaft geehrt

Zum 30. eine Standpauke

Bad Münder. Wer 30 Jahre dabei ist, der darf seinen Ratskollegen selbst an seinem Ehrentag schon mal die Leviten lesen: „Tu Dir das nicht an“, habe er seiner Frau empfohlen, als am Tisch der Eheleute Olejniczak die Frage diskutiert wurde, ob Gattin Gisela der Ehrung ihres Mannes Detlef für 30-jährige Ratszugehörigkeit beiwohnen solle. „Maßlos gelangweilt“ hätte sie sich, und auch – obwohl politisch interessiert – „einiges wohl nicht verstanden“, erklärte Olejniczak. Er stellte seinen verdutzten Ratskollegen insgesamt damit nicht unbedingt ein Empfehlungsschreiben aus. Dass das keinen Sturm der Entrüstung provozierte, lag wohl am Anlass – schließlich wurde der Flegesser geehrt –, aber auch an einem anderen Satz des Jubilars: Früher hätte die Ratsarbeit deutlich mehr Spaß gemacht, es hätte deutlich mehr gestaltet werden können. Dass dabei nicht alles wie gewünscht verlief, sprach Olejniczak auch an. Die Entscheidung für das Deisterpark-Projekt, später ein gewaltiger Flop, sei damals im Rat nicht umsonst mit 32 von 33 Stimmen verabschiedet worden. „Wir waren überzeugt, dass wir das Beste für Bad Münder tun.“

veröffentlicht am 11.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:04 Uhr

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Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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In seinen 30 Jahren Ratsmitgliedschaft seien die 16 Jahre, die er als stellvertretender Bürgermeister die Stadt vertrat, die schönsten gewesen. „Viele kaputte Wochenenden für die Ehepartnerin, die Familie – aber ich habe in den Vereinen unglaublich viele nette, interessante Menschen kennengelernt. Sie sind es, die unser gesellschaftliches Leben am Laufen halten.“

Statt der Goldmünze für 30-jährige Ratstätigkeit, die Bürgermeister Hartmut Büttner überreichte, hätte der Mann, der seit 1985 Ortsbürgermeister von Flegessen ist, gerne eine Spende für die Grundschule gesehen, doch das sei nicht vorgesehen. Und so nahm Olejniczak auch die Laudatio Büttners entgegen. „Du bist da für die Menschen“, dankte der. jhr



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