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Unruhe bei Mitarbeitern der Awo GSD

„Wohnortnahe Versorgung gesichert“

Bad Münder. Die Sorge um die Arbeitsplätze in den Einrichtungen der insolventen Awo Gesundheitsdienste in Bad Münder wächst. Seit das Unternehmen im April den Antrag auf Planinsolvenz in Eigenverwaltung gestellt hat, wird über den Verkauf weiterer Unternehmensteile verhandelt. „Hinsichtlich der Investorensuche ist aber noch keine abschließende Entscheidung gefallen“, heißt es auf Anfrage beim Generalbevollmächtigten Dr. Rainer Eckert. Die Dauer der Verhandlungen sorgt inzwischen in Mitarbeiterkreisen für Unruhe.

veröffentlicht am 31.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:16 Uhr

Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, möglichst zeitnah die beste Lösung sowohl für die Einrichtungen als auch für die Mitarbeiter und Gläubiger im Bieterverfahren zu finden“, so die Geschäftsführung. Die Verhandlungen über die Übernahme der Einrichtungen würden weiterhin mit mehreren Interessenten fortgeführt. Für den Standort Bad Münder seien derzeit „keine konkreten Entlassungen“ geplant, in Einzelfällen finden derzeit aber „Personalanpassungen durch natürliche Fluktuation“ statt.

Unterstützung aus

Bad Münder und der Region angemahnt

Gemeinsam mit dem vom Amtsgericht Hannover bestellten Sachverwalter Rechtsanwalt Manuel Sack unterstreicht Eckert, dass sowohl die akutstationäre Versorgung in der Deister-Süntel-Klinik, der Betrieb der Rehabilitationsklinik als auch die therapeutische Versorgung in den weiteren Einrichtungen des Trägers trotz des laufenden Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung uneingeschränkt fortgeführt wird. „Dies möchten wir als ein wichtiges Signal für Patienten und Zuweiser verstehen, dass trotz schwieriger Situation die wohnortnahe Versorgung gesichert ist“, so Eckert. Dies sei dem „uneingeschränkten Engagement der Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen“ zu verdanken. Der Rechtsanwalt sieht aber auch die Einflussmöglichkeit der Münderaner und ihrer Nachbarn auf den weiteren Prozess: „Eine Zukunftssicherung der Einrichtung erfordert aber auch die Unterstützung der Bürger der Region, die die gebotenen medizinischen Leistungen auch wohnortnah in Anspruch nehmen.“

Am Standort Hann. Münden wird derweil die Verschmelzung des Nephrologischen Zentrums Niedersachsen (NZN) mit dem ehemaligen Evangelischen Vereinskrankenhaus (VKH) in nur einem Haus vorangetrieben.

Die Beschleunigung der Herstellung der „Einhäusigkeit“ wird als Schritt zur massiven Kostenreduzierung bei den Awo Gesundheitsdiensten gesehen, gleichzeitig ist in Hann. Münden aber auch eine Diskussion um dringend benötigte Gebäude für Flüchtlingsunterkünfte entbrannt, in der das VKH als eine Option gilt. Informelle Gespräche zwischen dem Landkreis und den Awo GSD haben bereits stattgefunden – eine Entscheidung ist jedoch eng an den erwarteten Trägerwechsel gekoppelt.



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