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Bürgerbus-Verein hat jetzt 30 Freiwillige / Doch wer wlll überhaupt einsteigen?

Viele Fahrer – keine Kunden

Bad Münder. „Die Ampel zeigt Grün“, sagt Hubertus Wöllenstein. Und dem Vorsitzenden des Bürgerbus-Vereins ist die Erleichterung anzuhören. Endlich haben die Verantwortlichen die benötigte Zahl von 30 Fahrern zusammen, um die nächsten Schritte zu machen und die Fördergelder zu beantragen. Doch trotz aller Euphorie ist eins klar: In diesem Jahr wird der Bus nicht mehr durch die Kurstadt rollen, da die Lieferung aufgrund der notwendigen Umbauarbeiten mindestens ein halbes Jahr dauert.

veröffentlicht am 01.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Autor:

Mira Colic
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Damit hinkt der Verein seinem eigenen Zeitplan deutlich hinterher. War bei der Vereinsgründung im vergangenen Jahr noch als Starttermin der Frühsommer ausgegeben worden, musste Wöllenstein im März bereits erstmals zurückrudern. Frühstens im Herbst werde man starten können, sagte der Vorsitzende damals und gab zu, „etwas zu optimistisch“ gewesen zu sein. Doch leider sei es nicht gelungen, die Münderaner so für das Projekt zu begeistern, wie es zum Beispiel in Coppenbrügge geklappt habe. Dort seien in nur wenigen Wochen die notwendigen Fahrer zusammengekommen.

Einen Grund für die schleppende Entwicklung in Bad Münder sieht Wöllenstein in der Zurückhaltung der Dörfer. Aus diesem Grund habe er am Montag mit den Ortsbürgermeistern zusammengesessen und ihnen die Vorteile des Bürgerbusses auch für Bewohner der Ortsteile erläutert. Selbst wenn der Bus nur durch die Kernstadt fahre: „Wer aus Flegessen an den Deisterhang möchte, kann an seinem Wohnort in den Bus einsteigen und an der Bahnhofstraße umsteigen, statt ein Taxi zu nehmen.“

Dass es jetzt nur zwei Wochen gedauert habe, bis sich die restlichen sieben Fahrer gemeldet haben, sieht Wöllenstein in der Berichterstattung über das Kennenlernfest, zu dem der Verein alle Fahrer eingeladen hatte. Und bei der Veranstaltung deutlich gemacht: „Es gibt eine Galgenfrist. Wenn wir uns nicht beeilen kommt Bad Pyrmont zum Zug.“ Trotz der Erleichterung über die genommene Hürde ist für Wöllenstein eins klar: „Wir wollen uns mit den 30 Fahrern noch nicht zufriedengeben.“ Mit dieser Anzahl sei das Minimalprogramm zwar umsetzbar – montags bis freitags soll der Bus im Stundentakt, unterbrochen von einer Mittagspause, fahren – „aber mit mehr Personal könnten wir auf die Unterbrechung mittags verzichten und den Bus auch samstags fahren lassen“, zeigt Wöllenstein die Möglichkeiten auf, gibt aber auch zu, „das ist alles Zukunftsmusik“.

Am Montag möchte der Vorsitzende den nächsten Gang einlegen. Mit Vertretern vom Landkreis und den Öffis sollen die nächsten Schritte besprochen werden. Denn der Bus (90 000 Euro) kann erst bestellt werden, wenn die Fördergelder bewilligt sind. 86 000 Euro sind zuschussfähig, wovon der Landkreis 25 und die Landesnahverkehrsgesellschaft 75 Prozent übernehmen.



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