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Feuerwehrhaus Bad Münder hat noch nicht einmal einen Fluchtweg

Viel zu eng und gefährlich

Bad Münder. Wenn Uwe Brockmann, der stellvertretende zweite Stadtbrandmeister, die Seitentür des Löschfahrzeugs in der Halle öffnet, dann gibt es für die Kameraden hinter ihm kein Durchkommen mehr. Die räumliche Enge in der Fahrzeughalle ist nicht nur bedrückend, sie erschwert die Arbeit der Feuerwehrkameraden im Ernstfall. Auch die Abstände zwischen den Löschfahrzeugen sind zu klein. So ist ein Herausziehen der Werkzeugkisten fast unmöglich. „Das alles kostet im Ernstfall wertvolle Zeit und ist gefährlich“, klagt Stadtbrandmeister Carsten Koch.

veröffentlicht am 04.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Christoph Huppert
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Er weist die Mitglieder des Feuerlösch- und Rettungsausschusses auch auf die möglichen Gefahren für Passanten bei Alarmausfahrten hin. „Da kann immer nur ein Fahrzeug raus, und wenn dann die Frau mit Kinderwagen kommt und der zweite losbraust…“ Nicht nur die Halle, auch die Schulungsräume sind nicht mehr zeitgemäß: zu klein, die Fenster – falls vorhanden – winzig und zu hoch. Koch zuckt die Achseln: „Kein zweiter Fluchtweg. Wenn hier die Brandschutzprüfung kommt.“ Das Feuerwehrhaus an der Langen Straße ist verwinkelt, der Sitzungsraum nur über zahlreiche enge Gänge treppauf, treppab zu erreichen. Die Dimension der Halle stamme noch aus jenen Zeiten, da die Feuerwehr mit pferdebespannten Leiter- und Löschwagen zum Einsatz ausrückte, berichtet Koch. Für modernere Feuerwehr-Technik passe das alles nicht mehr.

Die Feuerwehr-Unfallkasse Hannover besichtigt und prüft derzeit die Feuerwehrhäuser in der Kernstadt und den Ortsteilen. „Bis Ende des Monats soll das abgeschlossen sein“, kündigte Bürgermeister Hartmut Büttner an, der zum ersten Mal an einer Sitzung des Ausschusses teilnahm. Die Einrichtungen in Hachmühlen, Eimbeckhausen und Bad Müder seien bereits überprüft worden. Die Stadt werde zu dem zu erwartenden Bericht Stellung nehmen müssen.

Im kommenden Jahr werde es, so Büttner, die „freie Bedarfsplanung“ in Sachen Feuerwehr geben. Erst 2017 könnten dann auf deren Grundlage weitere Entscheidungen hinsichtlich der Struktur der Wehren sowie der Feuerwehrhäuser und der technischen Ausstattung getroffen werden. Büttner: „Bis dahin gibt es keine Entscheidung.“ Solange man an den Zukunftsvertrag gebunden sei, habe man „ohnehin keinen Spielraum für ein neues Feuerwehrhaus“, so Ausschussmitglied Detlef Olejniczak.



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