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Sirene im Ort seit Wochen defekt

Stille legt sich über Nettelrede

Nettelrede. Ruhig ist es in Nettelrede geworden – und das nicht im übertragenen Sinn. Seit etwa 16 Wochen heult sie nicht mehr, die Sirene. Mindestens einmal im Monat war ihr Klang „in den guten alten Zeiten“ zu hören, immer am ersten Sonnabend des Monats zum Probealarm. Ortsbrandmeister Matthias Heber hat sich Hilfe suchend an die Stadt gewandt. Die hat sich des Problems nach eigener Aussage auch sofort nach bekannt werden annehmen wollen, sei dabei jedoch auf ungeahnte Schwierigkeiten gestoßen.

veröffentlicht am 23.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

Autor:

MIra Colic
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Stadt kommt nicht in das Gebäude

Das Problem: „Wir kommen nicht in das Gebäude rein“, gibt der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Rolf Schubert zu. Die Nettelreder Sirene befindet sich nämlich an einem Privathaus an der Lohstraße, in dem früher mal ein Lebensmittelgeschäft beheimatet war. Jetzt steht das Haus leer, der Eigentümer lebt in Hannover. Die Kontaktaufnahme mit ihm habe sich sehr schwierig gestaltet, drückt sich Schubert vorsichtig aus. Dann sei der Hausbesitzer zu allem Überfluss noch an einer langwierigen Grippe erkrankt, sodass es ihm nicht möglich war, nach Nettelrede zu kommen. Aber nächste Woche, so Schubert, werde Stadtbrandmeister Carsten Koch mit dem Hannoveraner Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren, um sich vor Ort ein Bild machen zu können.

„Wir können nicht sagen, warum die Sirene nicht funktioniert“, so Schubert. Erst habe man vermutet, dass es an der feuerwehrtechnischen Zentrale liege. Nachdem im vergangenen Jahr auf Digitalfunk umgestellt worden war, habe es viele ausgefallene Sirenen gegeben. Dieser Fehler sei jedoch mittlerweile behoben – nur in Nettelrede ist es nach wie vor ruhig. „Vielleicht ist einfach eine Sicherung durchgebrannt.“

Für den Nettelreder Feuerwehrkameraden Andreas Harms ist der Zustand „untragbar“. Für ihn steht außer Frage, dass die Sirene benötigt wird und er kann nicht nachvollziehen, warum sich Monate nichts tut. Schließlich sei es finanziell nicht möglich, alle Kameraden mit einem Meldeempfänger auszustatten. „Wir werden zwar auch übers Handy per SMS informiert, aber trotzdem ist die Sirene die beste Option, um viele Menschen zu erreichen.“



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