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Stadt wartet auf Fördergeld-Zusage, um Gutachten ausschreiben zu können

Solebad: Vorentscheidung nächstes Jahr

BAD MÜNDER. Im Sommer 2018 könnte bereits eine erste Vorentscheidung über die Zukunft des maroden Solebewegungsbads fallen: Dann erwartet die Stadt die Ergebnisse einer mit Fördergeldern finanzierten Studie. Das Gutachten soll Möglichkeiten ausloten, wie es mit dem Solebad weitergehen kann.

veröffentlicht am 30.11.2017 um 20:16 Uhr

Problemfall: Das Solebewegungsbad muss ersetzt werden – die Finanzierung ist unklar. Foto: jhr
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Wird es neu gebaut? Wenn ja, wo – und in was für ein Konzept eingebettet? Eine Arbeitsgruppe aus Stadt, Politik und Experten hatte in den vergangenen Monaten schon eine Grundlage dafür erarbeitet.

Den Antrag auf Förderung der Studie habe man gestellt, sagt Bürgermeister Hartmut Büttner. Nun warte man auf den Startschuss vom Amt für Landesentwicklung. Sobald die Zusage da ist, will die Stadt per Ausschreibung einen externen Fachmann finden, der die Studie erstellt. 23 000 Euro kostet diese; der Großteil wird über das regionale „Leader“-Programm aus EU-Fördertöpfen finanziert. Die Stadt selbst muss 5950 Euro beisteuern, 3570 Euro kommen vom Landkreis.

Laut Büttner endet der Förderzeitraum im Dezember 2018. Bis dahin will die Stadt nicht nur die Ergebnisse der Studie vorliegen haben – sondern auch die Beratung darüber vorantreiben, wie es weitergehen kann. „Zuerst soll noch einmal die große Runde darüber sprechen“, sagt Büttner. Danach geht es mit einem konkreten Beschlussvorschlag in den Rat. Was dann 2019 passiert, steht in den Sternen. Und auch Büttner mag noch keine Prognose wagen; im Haushalt selbst sind bislang keine Mittel eingeplant. Der Bürgermeister warnt auch vor schlechten Nachrichten, die das Gutachten und die folgenden Gespräche bringen könnten: „Das wünsche ich mir nicht, das wünscht sich keiner. Aber es kann auch sein, dass wir feststellen müssen, dass es nicht funktioniert.“

Eine große Rolle werden nicht nur Standort und die Ausrichtung Bad Münders spielen. Aus Sicht der Stadt ist zentral: Wer zahlt einen möglichen Neubau, wer die Betriebskosten? Bad Münder selbst kann so große Investitionen kaum stemmen. Und: Die Stadt muss eine Nische finden – in den Wettbewerb mit Nachbarn wie Bad Pyrmont oder Bad Nenndorf möchte man nicht einsteigen. Eine Zielgruppe, die auch die Expertengruppe ins Auge gefasst hat: Gesundheitstouristen. Sie werden nicht wie klassische Kurgäste, von Kassen finanziert, in die Stadt geschickt – sondern kommen aus eigenem Antrieb, um hier Geld für Angebote vor Ort auszugeben.



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