weather-image
18°
Zehn Jahre alter Rottweiler braucht ein ruhiges Zuhause / Trauriges Schicksal

„Sir Henry“ fährt gerne im Auto mit

Von Monika Dietz

veröffentlicht am 05.02.2009 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

270_008_4057862_wb101_0602.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Von Monika Dietz

Hameln. Adel verpflichtet. Weil der Rottweiler manchmal wie ein altehrwürdiger Herr dasitzt, haben ihn die Mitarbeiter des Hamelner Tierheimes „Sir Henry“ getauft. „Er ist ein gut erzogener, pflegeleichter Hund“, charakterisiert Tierheim-Leiterin Claudia Gebhardt den zehn Jahre alten Rüden, der kastriert ist. Allerdings hat Sir Henry ein trauriges Schicksal hinter sich, wie Gebhardt erzählt. Seine Besitzerin, eine alte Dame, ist gestorben. Bei ihr lebte der Rottweiler mit vier Katzen ganz vertraut zusammen. „Er hatte ein tolles Zuhause“, meint die 55-jährige Tierheim-Chefin. Wenn Rottweiler oft auch als Kampfhunde abgerichtet werden, seien sie normalerweise „tolle Familienhunde“, denn sie seien sehr sozial eingestellt und einfach zu erziehen, versichert Gebhardt.

„Seine Katzen“

wurden vermittelt

Das Tragische für Sir Henry ist, dass „seine Katzen“ nach dem Tod der alten Dame in eine andere Familie vermittelt wurden. „Er vermisst diese Katzen“, glaubt Gebhardt. Wenn der Rottweiler im Freilauf des Tierheimes sei, schaue er die Katzen von außen in ihrem Zimmer ganz traurig an, statt wie die anderen Hunde herumzutollen. „Er braucht ein ruhiges Zuhause und Streicheleinheiten, denn er ist sehr verschmust“, sagt Claudia Gebhardt. Von Freunden der Vorbesitzerin habe sie erfahren, dass der Rottweiler gerne Auto fährt. Sir Henry könne auch mal ein paar Stunden alleine bleiben, aus dem Alter des Herumtollens sei er heraus. Infrage kämen auch hundefreundliche Katzen oder eine nette Hündin als Gesellschaft. „Ein gemütliches Zuhause würde Sir Henry richtig genießen, wobei er auch Spaziergänge macht“, so die Tierheim-Leiterin.

Über die Hunde und Katzen, die im Tierheim ankommen, sagt Claudia Gebhardt: „Wir wollen, dass es den Tieren richtig gut geht und dass sie ein endgültiges Zuhause finden.“ Deshalb führten sie und ihre Mitarbeiter mit den neuen Besitzern im Vorfeld lange Vermittlungsgespräche. Dies habe eine erfreuliche Folge: Einmal vermittelte Tiere kämen selten wieder ins Tierheim zurück. Gebhardt, die selbst zwei Hunde und zwei Katzen hat, ist sich sicher: „Wir finden für jedes Tier einen Menschen.“

Den Tieren widerfahren oft „sehr traurige Schicksale“, weiß die Tierheim-Leiterin. Immer wieder rufe die Polizei bei ihr an, wenn diese in Wohnungen – wegen Krankheit oder Tod – hinterlassene Hunde und Katzen finde. „Viele Katzen werden einfach ausgesetzt, oder kleine Kätzchen verlaufen sich“, sagt Gebhardt. Dabei sollte sich jeder Tierbesitzer darüber im Klaren sein: „Wenn ich mir so ein Tier anschaffe, bin ich auch dafür verantwortlich.“ Dies bedeute für den Menschen, mit dem Tier immer wieder unterwegs zu sein und gemeinsam etwas zu erleben. Bei Hunden sei der Besitzer immer der sogenannte Oberhund, denn der Hund sei ein Meutetier und wolle einen Rudelführer haben, so die 55-Jährige.

Kontakt: Tierschutzverein Hameln-Pyrmont und Umgebung e.V., Klütstraße 127, Tel. 05151/61550, Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags, freitags 15 bis 17.30 Uhr, samstags 11 bis 13 Uhr; Spendenkonto 18770, Stadtsparkasse Hameln, BLZ 254 500 01.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare