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3,5 Millionen Euro müssten an der Kellerstraße investiert werden, 4,5 Millionen Euro an der Wallstraße

Schulumzug gewaltige Herausforderung

Bad Münder. Statt gemütlicher Weihnachtsfeier ein dicker Brocken zum Grübeln über die Feiertage: Die Verwaltung hat den Ratsmitgliedern jetzt vorgestellt, welche Auswirkungen ein Umzug der Grundschule Bad Münder von der Keller- an die Wallstraße für den künftigen Haushalt der Stadt haben könnte.

veröffentlicht am 24.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Längst hat sich in der münderschen Politik die Erkenntnis durchgesetzt, dass für die Grundschule Geld in die Hand genommen werden muss – entweder für einen Umzug in das kreiseigene Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schulgebäude samt Umbauten und Sanierung oder für Umbauten und Sanierung der bisherigen Schulgebäude an der Kellerstraße. Anforderungen der Inklusion und des angestrebten Ganztagsschulbetriebs machen dabei den größten Brocken aus. Die von der Verwaltung präsentierten Zahlen sind eindrucksvoll. Hartmut Büttner spricht von „erschreckenden Dimensionen“: Rund 3,5 Millionen Euro müssten aufgewendet werden, um den bisherigen Grundschulstandort fit zu machen. Eine Million Euro mehr sogar, um die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule samt angeschlossener Sporthalle für die erwarteten Bedürfnisse der Grundschule umzubauen. „Das löst bei einigen Ratsmitgliedern Befremden aus, und das ist auch verständlich“, erklärt Büttner. Die finanzielle Lage der Stadt lasse kaum Raum für Investitionen, in dieser einen Frage sei es dann aber doch möglich, mit Unterstützung des Landkreises 3,5 Millionen Euro oder mehr aufzuwenden.

Für die CDU begrüßte Fraktionschef Hans-Ulrich Siegmund die Vorstellung der Optionen. Der Zukunftsvertrag ermögliche es der Stadt überhaupt erst, mit Unterstützung ein Problem wie einen Schulumzug anzugehen: „Es gehört zu unseren Pflichtaufgaben als Stadt, ein entsprechendes Schulgebäude vorzuhalten. Wir müssen reagieren.“ Dabei sei die Angst, dass mit einem Wechsel der Grundschule Bad Münder an die Wallstraße die anderen Schulstandorte im Stadtgebiet gefährdet seien, unbegründet.

„Die Ausrichtung ist richtig“, erklärt auch Pro-Bürger-Fraktionschef Helmuth Mönkeberg. Er hatte sich bereits früh für die Nutzung des HWK-Gebäudes ausgesprochen, sieht Vorteile in einem Umzug: „Wenn noch Kapazitäten frei sind, könnten auch Jugendmusikschule und Kunstwerkstatt Räume angeboten werden.“

Für Grünen-Chef Hemuth Burdorf steht ebenfalls fest: „Wir müssen investieren.“ Bereits deutlich vor Beginn der Diskussion um einen Schulumzug an die Wallstraße habe die Leitung der Grundschule aufgezeigt, wo an der Kellerstraße investiert werden müsse. Eine Nutzung der HWK-Gebäude habe zudem den Charme, dass das Gebäude Kellerstraße verkauft werden könne.

Für Fraktionschef Rolf Wittich und seine SPD steht eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema Schulumzug am 25. und 26. Januar an – die SPD will das Thema am Klausurwochenende beraten. „Für uns das Top-Thema. Es geht schließlich um einen Haufen Geld.“

Am 14. Januar sollen einzelne Aspekte des Themas Schulumzug in einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt werden.



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