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Grünen-Chef Burdorf scheitert mit Antrag zur Förderung der KGS

„Sache des Kreistages“

BAD MÜNDER. Grünen-Chef Helmut Burdorf stand mit seinem Antrag im Bildungsausschuss auf verlorenem Posten. Sein Bestreben, der Kooperativen Gesamtschule Bad Münder den Rücken zu stärken und „Hamelns Schulkannibalismus“ zurückzudrängen, fand keine Zustimmung. „Komplett unnötig“ oder „Sache des Kreistages“ waren noch die nettesten Gegenstimmen, die Burdorf zu hören bekam.

veröffentlicht am 28.05.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:18 Uhr

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Autor:

Mira Colic
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Kritik kam auch von der Vorsitzenden der KGS, Anja Völksen, die ihr Unverständnis äußerte, warum die Schule vor der Antragstellung nicht miteinbezogen wurde. Burdorf, selbst Lehrer an der KGS Salzhemmendorf, sieht die Weigerung Hamelns, seine Schulträgerschaft an den Landkreis zu übertragen, darin begründet, den Schulstandort Hameln noch ausweiten zu wollen. Dies wiederum, so Burdorfs Befürchtung, würde auf Kosten der Schulen im Umland gehen. „Die Stadt Bad Münder muss auf den Landkreis einwirken, um die KGS zu stabilisieren.“

Als Fachmann hatte die Verwaltung Michael Dittrich vom Landkreis eingeladen. Der Leiter des Amts für Inklusion und Bildung bekräftigte, dass dem Landkreis sehr daran gelegen sei, die KGS zu fördern. Die Schulentwicklungsplanung der Stadt Hameln sehe er nicht als Bedrohung.

Direktorin Malihe Papastefanou zeigte sich angesichts des Antrags „zwiegespalten“. Zwar begrüße sie jegliche Unterstützung für ihre Schule, allerdings wolle sie vermeiden, dass der Eindruck entstehe, der KGS würde es nicht gut gehen „und wir würden uns Sorgen machen“. Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr seien positiv, man werde zweizügig im Gymnasialzweig starten, sechszügig in den fünften Klassen. Aktuell besuchen 869 Kinder die Schule, die 2009 eröffnet wurde und damals für 700 Schüler ausgelegt war.

Eine Konkurrenzsituation zwischen den Schulen im Landkreis oder dem Otto-Hahn-Gymnasium in Springe gebe es nicht, „im Gegenteil, wir arbeiten gut zusammen und wollen den Eltern ja auch wirklich eine Wahlmöglichkeit bieten“.

Sie glaube auch nicht, dass sich Eltern allein aufgrund des kurzen Schulweges für die KGS entschieden. „Dem widerspreche schon allein die Zahl unserer Fahrschüler, von denen wir wirklich viele haben.“ Und genau an der Stelle gebe es einen Knackpunkt, bei dem sich Papastefanou Hilfe seitens der Politik wünschen würde. Mit dem Landkreis Schaumburg gibt es seit längerer Zeit Schwierigkeiten (wir berichteten). So hat die Samtgemeinde Rodenberg im vergangenen Jahr den Zuschuss für die Schülerbeförderung gedeckelt. Eltern müssen nun monatlich 25 bis 30 Euro für den Transport ihrer Kinder an die KGS zahlen. Für viele kaum leistbar. Die Ausschussvorsitzende Petra Joumaah versprach, an dem Thema dranzubleiben.

Rigoros hingegen Joumaahs Ablehnung von Burdorfs Antrag. Von einem Appell an die Eltern, ihre Kinder an die KGS zu schicken, halte sie nichts. „Es gibt schließlich den freien Elternwillen.“ Geschlossen stimmten CDU, SPD sowie proBürger gegen den Antrag. Detlef Olejniczak (SPD) ließ auch seine Idee, aus dem Antrag eine Resolution zu machen, schließlich fallen.

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