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Andere Modelle? Stadt reserviert 30 000 Euro für Beratung / Auftrag aus dem Zukunftsvertrag

Rohmelbad-Betrieb auf der Prüfliste

Bad Münder. Ein ganz besonderes Fleckchen Bad Münder, im Sommer sogar für Sonnenanbeter und Wasserratten der Nabel der Welt: das Rohmelbad. Doch Jahr für Jahr bereitet das Bad den Finanzverantwortlichen der Stadt größere Sorgen. Jetzt hat die Verwaltung vorsorglich 30 000 Euro in den Haushaltsentwurf eingestellt, um in diesem Jahr die Frage der künftigen Betriebsstrukturen angehen zu können.

veröffentlicht am 07.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Dass die Verwaltung anregt, das Vorhaben in diesem Jahr zu realisieren, hat einen Grund: Derzeit gibt es keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, der an das Rohmelbad gebunden ist. Schwimmmeister Frank Haake hat den Arbeitsplatz gewechselt, seine Kollegen Peter Lochmann und Nicole Beltner werden als Saisonkräfte hinzugezogen. „Wenn man es angehen will, dann bietet sich die aktuelle Situation geradezu an“, erklärt Uwe Hünefeld, als Fachbereichseiter der Stadt für das Rohmelbad zuständig. „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als sich im Jahr 2014 damit auseinanderzusetzen“, machte auch Kämmerer Markus Westphal der Politik bereits deutlich.

Allerdings käme damit nicht nur jede Menge Arbeit auf die Stadt zu, es müssten auch externe Beratungsleistungen eingekauft werden. 30 000 Euro wurden dafür vorsorglich im Haushalt reserviert. Bürgermeister Hartmut Büttner macht deutlich, dass der Prüfauftrag, die Betriebsstruktur des Rohmelbades unter die Lupe nehmen zu lassen und mögliche Einsparungen zu realisieren, sich im Zukunftsvertrag findet. Eine Möglichkeit, die dabei ins Auge gefasst werden muss, ist die Betriebsführung aus privater Hand. Büttner weist darauf hin, dass das Bad mit seinem Mineralwasser ein ganz besonderes Bad ist – allerdings seien auch die Öffnungszeiten ganz besondere: Von 6 bis 22 Uhr können Besucher an Sommertagen das Bad genießen. Dieser besondere Service hat auch seinen Preis: Auf 160 000 Euro hatte die Stadt bereits vor einigen Jahren den jährlichen Zuschuss gedeckelt – in der Praxis dann aber immer wieder festgestellt, dass der Zuschussbedarf höher lag, im Mittel der vergangenen fünf Jahre bei 200 000 Euro. Die Konsequenz jetzt: 200 000 Euro finden sich im Haushalt als Ansatz. „Wir sind den Haushaltsgrundsätzen der Wahrheit und Klarheit verpflichtet“, sagt Büttner.

Im Sommer eine kleine Welt für sich: das Rohmelbad mit Mineralwasserbecken, Liegewiesen, Sprungturm und viel Grün.Rathmann



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