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Ausstellung „History“ in der Wandelhalle eröffnet

Quer durch 2000 Jahre Christentum

BAD MÜNDER. In der Mitte steht, in Mönchskutte und etwas erhöht, Helmut Kühme aus Porta Westfalica mit einem Nachbau der Druckerpresse von Johannes Gutenberg. Die ist Teil der Wanderausstellung „History – Das Christentum verändert die Welt“.

veröffentlicht am 15.11.2017 um 06:00 Uhr

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Autor

Christoph Huppert Reporter
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BAD MÜNDER.Eine Woche lang informiert die von der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden erarbeitete Ausstellung auf 20 Tafeln und mit drei audiovisuellen Installationen über die 2000-jährige Geschichte des Christentums.

In die Wandelhalle des Kurmittelhauses geholt hat sie der 49-jährige Jörg Krampe, Mitglied der rund 60 Gläubige starken Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. „Wir haben festgestellt, dass das Wissen um christliche Grundwerte schwindet. Da erschien uns das nötig“, sagt er.

„Wir wollen die christlichen Errungenschaften und ihre Bedeutung für eines der reichsten Länder der Erde aufzeigen“, so der ehemalige Zahnarzt Michael Szabo in seiner Einführung. Der Begriff „Christentum“ sei nicht mehr deckungsgleich mit dem christlichen Glauben. Szabo: „Heute nennen sich viele Christen, dabei bekennen sie offen, dass sie weder an Jesus Christus noch an den Gott der Bibel glauben. Sie bekennen sich zum Christentum im Sinne der Zugehörigkeit zu einer Kultur.“

Interessierte Gäste der Ausstellung: Elke Anyairo (l.) und Jasmin Makashutin erkunden die Präsentation. Fotos: Huppert
  • Interessierte Gäste der Ausstellung: Elke Anyairo (l.) und Jasmin Makashutin erkunden die Präsentation. Fotos: Huppert
Jörg Krampe stellt ein besonderes Buch vor – eine Zürcher Bibel von 1538.
  • Jörg Krampe stellt ein besonderes Buch vor – eine Zürcher Bibel von 1538.

Die Ausstellung wolle „das Christentum so zeigen, wie es ist.“ Für Hermann Wessling, den zweiten Vorsitzenden des Dekanats-Pastoralrates im Bistum Hildesheim, ist der ökumenische Charakter der Ausstellung ein wichtiger Aspekt. „Sicherlich ist das für Bad Münder eine Novität“, stellt er fest, verweist aber auch auf die im Gegensatz zur Hamelner „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ in Bad Münder fehlenden Vernetzung. „Ob es hier einen Neuanfang im Verhältnis zur freikirchlichen Gemeinde geben kann, ist schwer zu sagen.“

Musikalisch von Marton Szabo von der Musikschule Gehrden untermalt, nahmen Vertreter aller in Bad Münder bestehenden Glaubensgemeinschaften an der Ausstellungseröffnung teil.

Differenziertes Bild der
Geschichte des Christentums

Nach der Ausstellung zu Chagalls Bibelbildern, über die Bibel selber und zum Thema „Weltreligionen“ ist die mit „History“ bewusst doppeldeutig titulierte Schau die vierte Präsentation sakraler Themen. „Angesichts von Fake News und alternativen Wahrheiten geht es vor allem um ein differenziertes Bild der Geschichte des Christentums“, so Thomas Slappa von der GeTour. Von der Frühzeit über die mittelalterliche Scholastik, die Reformation, Aufklärung bis in die Gegenwart reicht die Darstellung des Christentums.

„History“ ist noch bis Freitag in der Wandelhalle zu sehen. Für Dienstag, 21. November, lädt die Gemeinde am Schulwall 1 um 20 Uhr zu einer Nachbetrachtung ein.

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