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Stadt will das Gespräch suchen

Pattsituation am Gewerbegebiet?

Eimbeckhausen. Als „unbefriedigend“ bezeichneten viele Mitglieder des Planungsausschusses die Situation des auf Eis liegenden Gewerbegebietes an der B 442 zwischen Eimbeckhausen und Rohrsen (wir berichteten). Der gleichen Meinung ist Eugen Ebeling – aber aus ganz anderen Gründen. Der 51-Jährige ist nämlich der besagte Nachbar, an dem die Ansiedlung einer Tankstelle und anderer Betriebe auf der Fläche bisher scheitert.

veröffentlicht am 31.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:24 Uhr

Autor:

Mira Colic
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Seit 2011 läuft die Debatte, seitdem die Mineralölfirma Mönneke Interesse an dem Bau einer Tankstelle auf seinem Areal an der Umgehungsstraße bekundet hat. Ebeling hat dort seit 1987 einen Tischlereibetrieb, 1996 kaufte der Selbstständige das Nachbarhaus – eine ehemalige Stuhlfabrik – wohnte dort viele Jahre sogar selbst. Jetzt sind die drei Wohnungen vermietet. Und seinen Mietern wolle er keine Zufahrt zu einem Gewerbegebiet direkt vor der Nase zumuten. Von dem Wohnhaus bis zu der geplanten Zufahrt seien es, so seine Berechnung, nur neun Meter.

Die Stadt hatte das Gelände als Gewerbegebiet bewertet. Bis Ebeling den Beweis in den Händen hielt, dass das Gebäude offiziell als Wohnhaus genehmigt worden ist – er somit die älteren Rechte hat. Die Stadt habe zwar die Planungshoheit, könne und wolle aber nicht gegen bestehende Rechte vorgehen, wie Stadtentwicklerin Anika John auf Nachfrage erklärt. Damit gilt das Areal als Mischgebiet, mit anderen Schallschutzwerten. Es habe mehrere Gespräche mit allen Beteiligten gegeben – ohne Ergebnis. Zu gegensätzlich seien die Positionen. Wohl aus diesem Grund sei nach den ersten Kontakten auch lange Ruhe gewesen, bis jetzt dieser neuerliche Vorstoß seitens der Politik gekommen sei, so Ebeling.

Die CDU-Ratsgruppe wollte prüfen lassen, ob nicht in der Gemarkung Rohrsen und Eimbeckhausen ein weiteres Gewerbegebiet ausgewiesen werden kann. In diesem Zusammenhang, und obwohl die CDU ihren Antrag noch einmal zurückgezogen hatte, wollten die Ausschussmitglieder über den Sachstand in Sachen Tankstelle informiert werden. „Momentan ruht das Verfahren“, sagt John, betont aber auch: „Es ist noch nicht abgeschlossen.“ Man wolle das Interesse des Ausschusses jetzt zum Anlass nehmen, um das neuerliche Gespräch zu suchen.

Ebeling kann nicht verstehen, dass er seitens der Politik auf so viel Unverständnis treffe – und das obwohl von den Beteiligten selbst sicherlich niemand gerne neben einem Gewerbegebiet wohnen wolle.



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