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Gremium will das Projekt des Heimatbundes von der Stadt unterstützt wissen

Ortsrat kämpft fürs Tal der Süntelbuchen

BAD MÜNDER. Mehr als ein Notruf: Als Hans-Joachim Rothe vom Freundeskreis Süntelbuchen vor einigen Wochen öffentlich über das Ende eines engagierten Projektes sprach, hatte er keine Hoffnung mehr, dass das „Tal der Süntelbuchen“ noch realisiert werden könnte. Seit Mittwochabend aber gibt es Hoffnung:

veröffentlicht am 11.05.2017 um 18:59 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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BAD MÜNDER. Der Ortsrat Bad Münder setzt sich für eine politische Auseinandersetzung mit dem Thema „Tal der Süntelbuchen“ ein.

Udo Zelck, stellvertretender Ortsbürgermeister, hatte nach Gesprächen mit Rothe die Chancen des Vorhabens, über eine gemeinsame Präsentation und Herausstellung die markantesten Süntelbuchen als Alleinstellungsmerkmal einer Region in den Mittelpunkt eines touristischen Angebotes zu stellen, erkannt. Im Ortsrat warb er für das, was Rothe in den vergangenen Monaten so schmerzlich vermisste: Engagement, das Projekt nach vorne zu bringen, Gespräche mit möglichen Partnern wie Lauenau oder Bad Nenndorf zu führen, einen Antrag für eine EU-Förderung durch Leader-Mittel einzuwerben. „Die Region Deister-Süntel hat deutschlandweit die größte Bestandsdichte an Süntelbuchen aufzuweisen“, erklärte Zelck die Voraussetzungen. Da viele besondere Altbäume durch markante Bauwerke in der Nachbarschaft – im Fall der münderschen Süntelbuche am Steinhof durch die Nähe der historischen Altstadt – begleitet würden, seien auch positive Effekte im touristischen Bereich zu erwarten.

Geänderter Antrag
einstimmig verabschiedet

„Bisher ist die Entwicklung des Projektes aber im Sande verlaufen, weil auch die Politik nicht weitergeholfen hat“, erklärte Zelck. Dabei seien die Kosten, so der SPD-Vertreter, durchaus überschaubar: Infotafeln müssten finanziert werden, die Kosten für Flyer, Werbung und einen Internetauftritt könnten auf die beteiligten Kommunen verteilt werden. Allerdings sei bei Zustandekommen einer Leader-Förderung ein kommunaler Eigenanteil aufzubringen – durch die Beteiligung anderer Gemeinden, die in den Leader-Regionen Schaumburger Land und westliches Weserbergland liegen, Bad Münder aber in der Region östliches Weserbergland, könne ein übergreifendes Projekt entwickelt werden, für das mit einer höheren Förderung zu rechnen sei. Seinen Antrag an den Ortsrat, nach dem das Gremium das Projekt „Tal der Süntelbuchen“ unterstützen solle, sahen einige Ortsratsmitglieder als nicht zielführend an – die gemeinsame Suche nach einem Kompromiss allerdings brachte einen anderen Weg zutage, der einstimmig beschlossen wurde: Der Ortsrat erklärt, das Projekt ausdrücklich zu unterstützen, und bittet die zuständigen Organe der Stadt, das „Tal der Süntelbuchen“ anzuschieben. Ob der Stadtrat, der Bürgermeister oder der Verwaltungsausschuss das geeignete Organ sei, soll in der Verwaltung entschieden werden – auf jeden Fall aber will der Ortsrat die Entwicklung verfolgen.



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