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Kirchengemeinde feiert Mauerfall und Einweihung der Rohlf-Orgel vor 25 Jahren

Orgel satt in Petri-Pauli

Bad Münder. November 1989: Während sich im Osten Deutschlands die Ereignisse überschlagen, Massendemonstrationen in Leipzig, Berlin und anderen Städten letztlich zur Maueröffnung führen, wird in Bad Münder gefeiert. Die Einweihung der neuen Orgel der Petri-Pauli-Kirche wird mit einer Festwoche begleitet.

veröffentlicht am 28.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

von jens rathmann
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Ein Vierteljahrhundert später will die Gemeinde beide Anlässe gemeinsam feiern. Das 25-jährige Bestehen der Rohlf-Orgel ebenso wie den Mauerfall vor 25 Jahren. Dazu ist für Sonntag, 9. November, um 10 Uhr ein festlicher Gottesdienst vorgesehen. Pastorin Barbara Daentzer, Prädikant Lothar Ruck, Pastor Dietmar Adler und an der Orgel Gordon Malerba werden ihn gestalten.

„Die Orgel aus der süddeutschen Orgelbauwerkstatt Johannes Rohlf hat weit über das Weserbergland hinaus Aufmerksamkeit erregt“, erklärt Pastor Adler. Sie zählt zu den besonderen Orgeln in Niedersachsen, Solisten von Schweden bis Österreich haben auf ihr viel beachtete Konzerte gegeben. Herausgehoben wird immer wieder ihre „akustische Präsenz“ im Raum. Mit 23 Registern und ihrer Klangfülle und ihren Klangvarianten unterscheidet sie sich von anderen Instrumenten. „Von barocker Orgelmusik über die Romantik bis hin zu zeitgenössischen Werken: Die Vielseitigkeit wurde immer wieder besonders hervorgehoben“, sagt Adler.

Eine besondere Würdigung soll die Orgel am Abend des 9. November erfahren – ab 17 Uhr steht sie beim Jubiläumskonzert im Mittelpunkt. Geladen sind vier Organisten, die in den vergangen zweieinhalb Jahrzehnten eine enge Beziehung zum Instrument aufbauen konnten. Für Michael Vetter, Bernfried Pröve, Ansgar Schlei und Gordon Malerba gehörte sie zum Arbeitsplatz, war jedoch weit mehr als nur ein Werkzeug. Die ehemaligen Kantoren der Petri-Pauli-Kirche taten an der Orgel ihren Dienst und setzten jeweils recht unterschiedliche Akzente. Adler freut sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit Musikstücken verschiedener Epochen. Der Eintritt ist frei, in der Pause werden Getränke gereicht.

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Seit 15 Jahren hat das Instrument noch eine ganz besondere zusätzliche Aufgabe: Der ehemals in Bad Münder arbeitende Kirchenmusiker Michael Vetter, der gerade erst als Kirchenmusikdirektor an den Dom zu Bautzen gewechselt ist, begleitet in jedem Jahr einen Stummfilm an der Orgel. „Dabei hat er keine Partitur vor sich liegen, sondern lässt sich von den Bildern des jeweiligen Films inspirieren“, erläutert Adler. Die Filme stammen aus den 20er Jahren und werden von der Film-AG gezeigt. Bei Film- und Musikliebhabern haben diese Veranstaltungen auch deutlich über die Stadtgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf.

Am Montag, 10. November, wird Vetter ab 19.30 Uhr zum Film „Die Weber“ von 1927 an der Rohlf-Orgel improvisieren. Der Film ist zugleich Bestandteil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Auswanderung“ des Museumsteams Bad Münder.



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