weather-image
20°
SPD-Landtagskandidat Ulrich Watermann will bei seinen Wählern die letzten Reserven mobilisieren

Mit Vollgas auf die Zielgerade

BAD MÜNDER. Es gibt angenehmere Rahmenbedingungen für einen Wahlkampfeinsatz: Nieselregen, Wind und gerade mal zehn Grad über Null. „Schreckt uns nicht“, sagt Stefan Schostok, Oberbürgermeister von Hannover. Er hat extra Urlaub genommen, um am Stand von SPD-Landtagskandidat Ulrich Watermann mitzuhelfen.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 16:44 Uhr

270_0900_65251_lkbm101_1110.jpg
Avatar2

Autor

Ernst August Wolf Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Auch der frischgebackene Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps ist in der Süntelstraße mit dabei. „Wir sind doch sturmfest“, sagt er mit einem Lächeln und zieht seine gelbe Regenjacke fester.

Derweil schenkt der Kandidat unermüdliche warme Suppe mit Bockwürstchen aus. Die Sitzplätze unterm weißen Zeltdach füllen sich. Es ist Mittagszeit. Die Münderaner Genossen trudeln nach und nach ein und auch die Besucher vom Discounter und Getränkemarkt gleich nebenan bleiben auf dem Weg zum Parkplatz stehen und suchen das Gespräch.

„Das ist doch viel besser als sich bloß Plakate anzuschauen“, sagt Wolfgang Nootny. Der 78-Jährige hat gleich ein ganzes Bündel Fragen parat: Inklusion, Finanzierung der kleineren Gemeinden, Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Watermann, Schostok und Schraps bleiben keine Antwort schuldig. Zufrieden? „Eigentlich schon“, nickt Nootny.

Andere Besucher gehen bei einer heißen Suppe das ausliegende Wahlprogramm durch, geraten untereinander oder mit münderschen Genossen ins Gespräch.

„Wir wollen zeigen, dass wir im Augenblick auf der Überholspur sind“, sagt Watermann. In der Endphase des Landtagswahlkampfes haben die Genossen auf die Mobilisierung der eigenen Klientel umgeschaltet. Stadtteilarbeit wie an diesem Mittag ist angesagt. „Direkt zu den Menschen gehen, vor Ort“, so Watermann. „Deutlich Flagge zeigen, denn es ist eng. Die Diskussionsphase ist vorbei, jetzt zählt in der letzten Woche einzig die Mobilisierung der Wähler. Also auf der Zielgeraden Kampf bis zur letzten Minute. Wir müssen ausstrahlen!“

Auch in der SPD-Hochburg Bad Münder sei das kein Heimspiel, warnt Bürgermeister Hartmut Büttner, der in seiner Mittagspause privat vorbeigekommen ist.

„Es ist noch Suppe da“, scherzt jemand. Trotz Regen und Wind ist die Stimmung gut. „Ja, das ist echter Optimismus“, versichert der Kandidat. Der Vorteil: man könne mit einem amtierenden Ministerpräsidenten ins Rennen gehen. „Viele haben die AfD aus Protest gewählt, aber die sehen ja jetzt schon, wen und was sie da gewählt haben“, gibt Watermann zu Bedenken. Und auch das Endlosgezerre um die neue Regierungsbildung habe sicherlich einen Einfluss auf die Wahlentscheidung am kommenden Sonntag.

Kostenlose Bildung und Kinderbetreuung sind die Hauptpunkte, die Watermann und seine prominenten Unterstützer an diesem Standort an die Wähler bringen wollen.

„Viele Familien gehen in den Ferien auch mal mit den Kindern tagsüber einkaufen. Die wollen wir ansprechen.“ Bildung und Betreuungsplätze, das sei eines der Themen bei denen sich Watermann sehr gut auskenne, bestätigt Schostok. „Uli hat klare Vorstellungen von einer familienorientierten Politik“, sagt der hannoversche OB. Seit mehr als 30 Jahren kennen sich die beiden gut. „Und er ist ein sehr kompetenter Fachmann für innere Sicherheit, weiß bei Polizei und Feuerwehr allerbestens Bescheid.“ Ein weiterer Vorteil: Watermann wisse als versierter Kommunalpolitiker, wie das alles finanziert werden könne. „Stimmt“, bestätigt auch Wolfgang Nootny und holt sich einen Nachschlag.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare