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Neue Friedhofssatzung in Bad Münder

Mehr Möglichkeiten für die Bestattung

BAD MÜNDER. Die Zeiten, in denen lediglich die Wahl zwischen Sarg- oder Urnenbestattung bestand, sind schon lange vorbei. Eine neue Friedhofssatzung soll bald auch in Bad Münder für mehr Wahlmöglichkeiten bei der Beisetzung bieten.

veröffentlicht am 15.02.2018 um 06:00 Uhr

Urnengräber werden immer beliebter. Daher könnte es in der Kernstadt bald Urnenbeisetzungen an einer Stele geben. Foto: jli
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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Rund acht Jahre ist es her, dass die Satzung in der Stadt zuletzt geändert wurde. In der täglichen Praxis habe sich allerdings gezeigt, dass verschiedene Punkte der Satzung nun angepasst werden sollten, begründet die Stadtverwaltung die Neufassung. Stimmen die politischen Gremien der Satzung zu, würden sich vor allem zwei Neuerungen ergeben: die Urnenbeisetzung an einer Stele und Doppelrasengräber.

„Da in den letzten Jahren die Anzahl der Urnenbestattungen gegenüber den Sargbestattungen immer weiter zugenommen hat und weitere Steigerungsraten zu erwarten sind, soll, dem Zeitgeist folgend, die neue Grabstättenart ‚Urnennaturgrabstätte an der Stele‘ eingeführt werden“, heißt es von der Verwaltung. Dies sei jedoch zunächst lediglich in der Kernstadt geplant.

Dazu ist ein Grabfeld vorgesehen, in dessen Mitte ein Baum steht. Dort könnten etwa 100 Urnen im Rasen beigesetzt werden. Über dieses Feld sollen sich außerdem kleine Granit-Stelen verteilen, die über Trittsteinplatten miteinander verbunden sind. Für jeden Bestatteten könnten daran Metallplatten mit Namen, Geburts- und Sterbedatum angebracht werden. „An diesem kleinen zentralen Platz können außerdem kleine Blumengebinde und Ähnliches abgelegt werden“, so die Stadt. Bei positiver Nachfrage könne diese neue Grabart auch auf Friedhöfen in weiteren Ortsteilen eingeführt werden.

Häufig hätten Hinterbliebene zudem nach Doppelrasengräbern – für Särge und Urnen – gefragt. Dies war bislang nicht geregelt, soll aber mit der Neusatzung grundsätzlich auf allen städtischen Friedhöfen angeboten werden.

Doch die neue Satzung hat auch Grenzen. „Gelegentlich vorgetragene Wünsche, zum Beispiel nach Einführung von Waldbestattungen, können insbesondere aus räumlichen Gründen nicht realisiert werden“, so die Verwaltung. Auch ein Feld für muslimische Grabstätten ist nicht vorgesehen. Dafür gibt es jedoch einen einfachen Grund: „Bisher gab es noch keinen Bedarf, deshalb haben wir es aus der Satzung herausgelassen“, sagt Pamela Bogorinsky vom Fachdienst Tiefbau bei der Stadtverwaltung. Bis die neue Satzung in Kraft tritt, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Zunächst müssen alle Ortsräte der Neufassung zustimmen – den Anfang macht dabei der Ortsrat der Kernstadt am Mittwoch, 21. Februar. Anschließend beraten der Planungs- und der Verwaltungsausschuss. Am 14. Juni hat dann der Rat das letzte Wort.

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