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Verkehrskonzept für die Innenstadt sieht nur sanfte Veränderungen vor

Mehr Kontrolle und mehr Parkplätze

BAD MÜNDER. Das Dauerthema des vergangenen Jahres geht in eine neue Runde: In der kommenden Woche soll der Politik im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt werden, welche Vorschläge für das Verkehrskonzept für die Innenstadt berücksichtigt werden sollen.

veröffentlicht am 19.05.2018 um 06:00 Uhr

Das Schild „Fußgängerzone“ bleibt der Marktstraße erhalten – die Befahrbarkeit soll weiter eingeschränkt werden. Fotos: Rathmann
Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Aus der Forderung nach der Abschaffung der Fußgängerzone in Innenstadt hatte sich in Bad Münder eine intensive Diskussion entwickelt. Die extremen Positionen dabei: die grundsätzliche Befahrbarkeit der Marktstraße mit Einrichtung von Parkmöglichkeiten vor Geschäften – und die Beibehaltung des Status Quo. Sowohl die CDU-Fraktion als auch die Gruppe aus SPD, Grünen und Piraten brachten eigene Vorschläge in die politische Beratung ein.

Mit Lothar Zacharias wurde ein Verkehrsplaner hinzugezogen, der auch in einer Einwohnerversammlung im vergangenen September Fragen beantwortete und Vorschläge nach ihrer verkehrsrechtlichen Umsetzbarkeit beurteilte. Sein Büro wurde später auch mit der Begleitung der Stadtverwaltung in der Prüfung der erarbeiteten Vorschläge beauftragt.

Das zentrale Ergebnis der Prüfung:
Die Marktstraße soll bis auf Weiteres eine Fußgängerzone bleiben, aus der sogar noch stärker als bisher der Fahrzeugverkehr verdrängt wird: Lediglich von 7 bis 10 Uhr soll sie von Anwohnern und Lieferverkehr noch befahren werden dürfen. Poller sollen dafür sorgen, dass außerhalb dieser Zeiten kein Auto oder Lkw in die Fußgängerzone fährt.
Um den Durchgangsverkehr und den Park-Such-Verkehr auf dem Kirchhof einzuschränken, soll dort nur noch Anwohner- und Anliegerparken mit Parkausweis zugelassen werden.
Als Kompromiss ist die Veränderung im Bereich Obertor- und Echternstraße zu verstehen: Ähnlich wie in der Langen Straße sollen dort verkehrsberuhigte Bereiche eingerichtet werden, die grundsätzlich ohne zeitliche Einschränkung befahren werden dürfen. Vier zusätzliche Parkplätze, davon ein Behindertenparkplatz, sollen eingerichtet werden.
Die Parkflächen in den verkehrsberuhigten Bereichen der Innenstadt sollen eine einheitliche Höchstparkdauer erhalten: Maximal eine Stunde darf dort geparkt werden – jedenfalls montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr und sonnabends zwischen 8 und 13 Uhr.
In der Vergangenheit war die Kontrolle und Ahndung von Falschparkern ein Streitpunkt. Dauerparker an der Langen Straße blockierten Parkplätze, die damit Kunden der Geschäfte nicht mehr zur Verfügung standen. Festgeschrieben werden soll eine stärkere Überwachung des ruhenden Verkehrs.
„Wildes Parken“ im verkehrsberuhigten Bereich, insbesondere vor der Poststelle, war ein Dauerstreitpunkt, dem mit der einheitlichen Kennzeichnung von Parkflächen begegnet werden soll. Parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen bleibt im verkehrsberuhigten Bereich verboten.
Ein Novum in Bad Münder: Radfahrer sollen in der Innenstadt künftig auch entgegen der Einbahnstraßen-Fahrtrichtung fahren dürfen. Die Planer setzen auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.

Termin: Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Bad Münder tagt am Donnerstag, 24. Mai, um 18.30 Uhr im Steinhof.



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