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Kirche verkauft Tagungshäuser

Freizeitheime Süntelbuche und Klein Süntel nicht mehr rentabel

veröffentlicht am 18.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:32 Uhr

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Autor:

von mira colic
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Bad Münder/Klein Süntel. Seit vielen Jahren betreibt der evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover die beiden Gästehäuser Süntelbuche und Klein Süntel in Bad Münder. Nun sollen die beiden Einrichtungen verkauft werden. Mangelnde Rentabilität sei der Grund, heißt es.

„Der Charme der Häuser für Gruppen, nämlich dass sie für ein Freizeitheim relativ klein sind und man mit einer Gruppe dort unter sich sein kann, macht die finanzielle Problematik aus“, erklärt Superintendentin Bärbel Wallrath-Peter, die für die Jugendhäuser zuständig ist. Für die Finanzprobleme seien auch Mängel in der Verwaltung verantwortlich, der Behördenchef muss gehen. In den Jahren 2015 und 2016 muss der Stadtkirchenverband eine Lücke von rund drei Millionen Euro aus Rücklagen ausgleichen, das sei mehr als ursprünglich erwartet, erläuterte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Große Defizite gebe es unter anderem im Jugendbereich. Die Kosten für das Haus der Evangelischen Jugend in Linden sowie die Gästehäuser Süntelbuche und Klein Süntel seien nicht mehr zu schultern, die Nachfrage nach Räumen oder Übernachtungen aus den eigenen Reihen gering.

Der Stadtkirchenverband sei selbst nicht in der Lage, die Häuser zu subventionieren, so Wallrath-Peter. Daher sei ein Verkauf unerlässlich. „Zum heutigen Zeitpunkt ist jedoch ein genauer Verkaufstermin noch nicht zu nennen.“ Auch gebe es noch keine Kaufinteressenten.

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Bereits 2008 wollte die Kirche die „Süntelbuche“ aufgrund von Sparzwängen verkaufen. Das imposante, um 1900 gebaute Haus an der Süntelstraße, wurde damals zum Preis von 250 000 Euro angeboten. Das Objekt, das in einen knapp 7500 Quadratmeter großen Garten eingebettet ist, wird seit rund 30 Jahren als Freizeitstätte hauptsächlich von Konfirmanden genutzt. Warum es damals nicht zum angekündigten Verkauf kam, ist nicht bekannt. Auch die Frage, ob die Kirche keinen Interessenten gefunden hat, der bereit gewesen war, die gewünschte Summe zu zahlen, ließ Wallrath-Peter unkommentiert.

Für die Mitarbeiter der beiden Einrichtungen soll es einen Sozialplan geben. Birgit Schaper leitet seit 2008 das Freizeit- und Tagungshaus Klein Süntel, das mit elf Einzel- und neun Doppelzimmern Platz für maximal 34 Gäste bietet. Heute Abend trifft sie sich mit der Superindendentin Wallrath-Peter. Schließlich gebe es noch viele offene Fragen. Einen Verkaufstermin gebe es zwar nicht, dafür allerdings schon viele Buchungen für die nächsten beiden Jahre. „Wir haben 3000 Übernachtungen im Jahr, und für 2015 habe ich bereits 56 Buchungen, für 2016 schon 18“, erklärt Schaper. Ihr Haus werde durch die intime Atmosphäre gerne für Klausurtagungen, Veranstaltungen von Bildungseinrichtungen oder Hospizvereinen gebucht. Das Jugendheim Süntelbuche bietet 38 Betten und die Zahl der Gäste liegen nach Informationen dieser Zeitung bei 1500 im Jahr.



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