weather-image
Was auch immer in Sachen Fußgängerzone und Parkplätze passiert – die Entscheider wollen sich Zeit lassen

Keine Schnellschüsse

BAD MÜNDER. Mehr Parkplatz-Suchverkehr, teure Umbaumaßnahmen: Bürgermeister Hartmut Büttner hat gestern Abend im Planungsausschuss weitere Argumente gegen die von Händlern geforderte Aufhebung der Fußgängerzone genannt. Und die Politik über den Stand der Dinge in Sachen Innenstadt-Verkehrskonzept informiert.

veröffentlicht am 30.05.2016 um 22:17 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:17 Uhr

270_0900_314_lkbm_parkplatz_wermuthstrasse_05_27_026.jpg

Autor:

VON CHRISTIAN ZETT
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dass bei einer geöffneten Fußgängerzone noch mehr Autofahrer auf der Parkplatzsuche mitten durch die Stadt fahren würden, sei „ein ganz wesentlicher Aspekt“ in den Überlegungen der Stadt. Aber auch die Baukosten für die Umwandlung des Bereichs rund um die Marktstraße in eine verkehrsberuhigte Zone spielten eine Rolle, so der Bürgermeister. Man habe sich auch in Bodenwerder informiert: Dort sei etwa die Wirtschaft gegen eine Öffnung der Fußgängerzone. In Obernkirchen habe man sich dagegen für eine teilweise Abschaffung entschieden: „Aber den Leerstand hat das nicht beseitigt.“

Büttner verwies bei der Vorstellung seiner Ideen unter anderem auf eine laufende Untersuchung der Tourismus-Initiative „Historisches Weserbergland“: Deren Vertreter wollen die Ergebnisse einer kürzlich stattgefundenen Begehung der Innenstadt in den kommenden Tagen vorlegen. Dabei gehe es auch um Themen wie Verkehr, Parken oder Aufenthaltsqualität.

Für den Bürgermeister spielen auch die laufenden Arbeiten an der Wermuthstraße eine wichtige Rolle, wo in absehbarer Zeit 23 zusätzliche Stellflächen den mitunter arg großen Parkplatzmangel im Zentrum abschwächen sollen. Parallel führe man weitere Gespräche mit den Eigentümern privater Flächen, um weitere Möglichkeiten für Parkplätze auszuloten.

Parkgebühren erteilte der Bürgermeister in seinem Konzept eine Absage – und kündigte an, an dem vom Rat geforderten strengeren Kontrollsystem samt neuer Software zu arbeiten: „Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns.“

Im Ausschuss war man sich danach einig: Was auch immer in Sachen Fußgängerzone und Parksituation passiert – ein Schnellschuss sei nicht ratsam: Man dürfe sich nicht von den Händlern unter Druck setzen lassen, sagte Ratsherr Helmuth Mönkeberg (Pro Bürger).

Zumindest ein Punkt scheint ausgeräumt: Im Rathaus hatte man gefürchtet, die vom Rat geforderte Parkzeit-Beschränkung in den jetzt schon befahrbaren Teilen der Innenstadt auf eine Stunde sei nicht mit der Straßenverkehrsordnung vereinbar. „Eigentlich sind im verkehrsberuhigten Bereich nur Parkflächen ohne Zeitlimit vorgesehen“, so Büttner. Eine Prüfung des Landkreises habe jedoch die Zulässigkeit der Regelung ergeben: Die Stadt kann auf eine Nachbesserung verzichten.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare