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Brand-Lücke an der Langen Straße: Vorschläge der Architekten reichen vom Bürgerhaus bis zur Altstadthalle

Jury kürt den Sieger-Entwurf

Bad Münder. Wie soll’s werden? Fünf Architekturbüros haben sich an einem städtebaulichen Wettbewerb beteiligt, den die Stadtverwaltung im vergangenen September ausgelobt hatte. Gefragt waren neue Ideen und Konzepte für eine Situation, die allgemein als unbefriedigend gesehen wird: Die Lücke im Stadtbild, die im August 2012 ein Feuer gerissen hatte.

veröffentlicht am 27.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Bürgermeister Hartmut Büttner erinnerte gestern bei der Preisverleihung an das Feuer an der Langen Straße, das nur durch den Einsatz der Feuerwehr nicht noch größeren Schaden für die historische Altstadt bedeutet habe. Das Haus Nummer 13 von Memet Sahin musste abgerissen werden, das Nachbarhaus von Elke Mönkeberg ist unbewohnbar geworden.

Mit dieser Ausgangslage sahen sich die Teilnehmer des Wettbewerbs konfrontiert, der – daran ließ Anika John vom Fachdienst Stadtentwicklung keinen Zweifel – für die Architekturbüros lediglich als „Hobbyaufgabe“ gesehen werden konnte. 500 Euro Preisgeld waren ausgelobt. „Sie haben viel Zeit und Sachverstand einfließen lassen, sich auf die Situation eingelassen“, dankte der Bürgermeister den Teilnehmern. Sie alle hätten aufgezeigt, welche Möglichkeiten des Bauens im Bestand auch unter den Bedingungen des Denkmalschutzes bestehen.

John machte deutlich, dass es der Jury mit Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah, Heinrich Dreyer von der Wirtschaftsvereinigung, Dirk Tünnermann von der Unteren Denkmalschutzbehörde und den beiden Gebäudeeigentümern keinesfalls leicht gefallen sei, sich auf einen Entwurf zu verständigen. Schließlich gewann der Entwurf, der das größte kreative Potenzial aufwies: Christoph Borchers (32) und Friedrich Fischer (28) hatten ihn eingereicht. Die beiden hannoverschen Architekten, gebürtig aus Nienstedt und Hamburg, hatten sich der Aufgabe an Wochenenden auf ganz eigene Weise genähert: Sie haben sich in ihrem persönlichen Umfeld umgesehen und junge Familien entdeckt, die vor der Frage stehen, sich in der (teuren) Stadt Hannover oder im (günstigeren) hannoverschen Umland niederzulassen. „Bad Münder hat großes Potenzial, eine gute Infrastruktur, ist familienfreundlich“, erklärt Borchers. Ihr Entwurf stellt ein Bürgerhaus vor, das sich durch die Weiterentwicklung der historischen Fachwerkkonstruktion und eine Fassade aus Holz in den historischen Kontext einfügt – und zur Entwicklung einer Identifikation mit der Stadt beitragen soll. In dem Gebäude könnten kulturelle Veranstaltungen stattfinden, es so zum Anziehungspunkt werden. Für das Nebengebäude stellen sie sich eine Nutzung durch Gewerbe im Erdgeschoss und kleinen Appartements im Obergeschoss vor. Fachwerkgerechte Baustoffe sollen verwendet werden und dadurch aufgezeigt werden, dass es sehr wohl möglich ist, in alten Gebäuden zeitgemäße Räume entstehen zu lassen.

Zu sehen sind die Entwürfe im Foyer des Steinhofes, später sollen sie auch auf der Homepage der Stadt und im Schaufenster des Hauses von Elke Mönkeberg vorgestellt werden.



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