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Kreisverband des Roten Kreuzes will Gebäude behalten

Jetzt doch: Rote Schule wird saniert

BAD MÜNDER. Jahrelang wurde über die Heimat des DRK-Ortsverbands in Bad Münder gestritten. Die Rote Schule verkaufen oder sanieren? Der Kreisverband verfolgte lange den Plan, das Gebäude zu verkaufen und eine neue Immobilie zu finden. Von Erfolg gekrönt war die Strategie nicht. Jetzt folgte die Kehrtwende.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 06:00 Uhr

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite
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BAD MÜNDER. Jahrelang wurde über die Heimat des DRK-Ortsverbands in Bad Münder gestritten, diskutiert, nachgedacht. Die Rote Schule verkaufen oder doch sanieren? Der Kreisverband verfolgte lange den Plan, das denkmalgeschützte Gebäude zu verkaufen und eine neue Immobilie zu finden. Nur: Von Erfolg gekrönt war die Strategie nicht. Jetzt folgte die Kehrtwende.

Deswegen die Kehrtwende: Das Gebäude wird nicht verkauft, sondern soll über mehrere Jahre saniert werden. „Die Entscheidung ist gefallen“, erklärte Martin Skorupski, Vorsitzender des Kreisverbands. Schon vor einigen Monaten hatten Fachplaner das Gebäude auf den Kopf gestellt und alle Mängel aufgelistet. Vom Dach bis in den Keller, von den Fenstern bis zur Fassade.

Das erste Resultat dieser Bestandsaufnahme war allerdings negativ: Die Experten sperrten für Jugendrotkreuz und externe Vereine das obere Stockwerk. Der Liederkranz musste ausziehen und einen neuen Probenraum suchen (wir berichteten). Die Etage sei aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr nutzbar, erklärte Ortsverbandsvorsitzende Regina Seifert auf Anfrage. Nur für die Bereitschaft gibt es eine Ausnahmegenehmigung, für jede andere Veranstaltung müsste eine Brandwache aufgestellt werden.

Die ehemalige Volksschule ist Heimat des DRK-Ortsverbands.
  • Die ehemalige Volksschule ist Heimat des DRK-Ortsverbands.

Diese Notsituation aufzulösen ist denn auch das dringlichste Ziel bei den Sanierungsmaßnahmen. „Der Plan ist, das Gebäude so zu renovieren, dass dort wieder jede Art von DRK-Veranstaltungen stattfinden können“, erklärt Skorupski. Dazu werde gerade ein Investitionsplan erstellt. Darin sollen die verschiedensten Maßnahmen enthalten sein, saniert wird Schritt für Schritt, über mehrere Jahre. Im Idealfall könnten die ersten Maßnahmen aber schon im neuen Jahr beginnen.

Dass sich dann auch wieder andere Vereine in der Schule treffen könnten, schließt Skorupski nicht aus, die Nutzung durch das DRK habe aber erstmal Priorität. „Wir stehen allerdings erst am Anfang unserer Planungen.“ In drei Monaten soll der Fahrplan stehen. Vorher könne er auch noch keine Angaben über anstehende Kosten machen. Sein Stellvertreter Andreas Besser sprach im Frühjahr, als die Renovierungsidee wieder aufkam, von einem hohen, sechsstelligen Betrag.

Neben der Roten Schule sollen auch Hallen für Einsatzfahrzeuge gebaut werden. Als Gelände stünde dafür die freie Fläche zur Verfügung, an der schon jetzt die DRK-Garagen angrenzen. Auch das war im Frühjahr schon angedacht worden – es würde wohl eng werden, sei aber machbar, so die damalige Aussage.

Damit geht eine jahrelange Debatte um die Rote Schule zu Ende – mit gutem Ausgang für den Ortsverband. Der hatte sich seit jeher für den Erhalt der Schule und gegen einen Verkauf ausgesprochen. Dass das Jugendrotkreuz nun zunächst ins Erdgeschoss umziehen muss und es damit dort vorübergehend ein bisschen enger wird, nimmt der Ortsverband gerne in Kauf: „Das kriegen wir schon hin“, sagt Vorsitzende Regina Seifert. In dem ehemaligen Schulgebäude treffen sich wöchentlich Handarbeitskreise und Seniorengruppen. Auch die Blutspende findet dort statt.



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