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Vortrag beim Hospizverein zum Thema Sterbehilfe und Palliativmedizin

In Würde leben – in Würde gehen

Bad Münder. „Sterbebegleitung“, „Sterbehilfe“, „assistierter Suizid“, „Tod auf Verlangen“ sind Schlagwörter in einer Diskussion, die seit einiger Zeit verstärkt in der Bundesrepublik geführt wird. Angestoßen durch gesetzliche Regelungen einiger Nachbarländer wie den Niederlanden, Belgien oder der Schweiz befasste sich im November der Bundestag in einer offenen Debatte mit dem Thema. Noch in diesem Jahr soll ein neues Gesetz zur Sterbehilfe verabschiedet werden.

veröffentlicht am 21.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Der Verein Hospizarbeit Springe, der einmal im Monat auch in Bad Münder eine Sprechstunde anbietet, lädt nun zu einem Vortrag ein, der sich mit der Rolle der Medizin am Lebensende befasst. Der Allgemein- und Palliativmediziner Tibor Meschede aus Bakede möchte mit seinem Vortrag am morgigen Mittwoch versuchen, die verwirrenden Begriffe zu erklären und die Haltung der Ärzteschaft darzustellen.

Anhand von beispielhaften Einzelfällen wird Tibor Meschede die aktuelle Rechtslage beschreiben und Möglichkeiten der palliativen Medizin aufzeigen. Sterben betrifft schließlich alle Menschen und ohne Zweifel gehört es zu dem, wovor sich viele am meisten fürchten: Angst vor dem Schmerz, dem Ersticken, dem Durst, dem Hunger und der Hilflosigkeit stehen dabei im Vordergrund. Dass diese Qualen und Leiden keine natürlichen Begleiter des Sterbens sind, sondern eher Fehler des in diesem Moment unzureichenden Hilfesystems, möchte Meschede deutlich machen.

In Würde zu leben, ist ein unantastbares Lebensrecht eines jeden Menschen und damit dies bis zum Ende möglich ist, ist die Palliativmedizin ein sehr wichtiger Faktor. Auch die Auseinandersetzung in der Politik ist wichtig und wertvoll, da sie einen bedeutenden Teil des Selbstverständnisses unserer Gesellschaft definiert.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr beim DRK-Pflegedienst an der Angerstraße 15. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.red



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