weather-image
13°
Joumaah warnt vor neuer Welle von Ausländerfeindlichkeit

Immer mehr Flüchtlinge

Bad Münder. Angesichts einer stark wachsenden Zahl von Flüchtlingen fürchtet Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah Ressentiments in der Bevölkerung. Sie mahnt deshalb: „Wir müssen Bedingungen schaffen, die dafür sorgen, dass keine neue Ausländerfeindlichkeit entsteht.“

veröffentlicht am 18.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Joumaah erinnert daran, dass es in der Kurstadt vor etlichen Jahren schon einmal entsprechende Probleme gab. Damals habe man unter anderem mit der Gründung des Arbeitskreises gegen Ausländerfeindlichkeit erfolgreich darauf reagiert.

Dass die weitere Aufnahme von Asylsuchenden für Bad Münder zur großen Herausforderung werden wird – daran hat Joumaah, die auch Mitglied des Landtags ist, keinen Zweifel. Die Zahl der Unterzubringenden werde angesichts der vielen Brennpunkte auf der Welt noch deutlich zunehmen.

Darauf deuten auch folgenden Zahlen hin: Wurden der Kurstadt im Jahr 2012 noch fünf Flüchtlinge zugewiesen, waren es 2013 schon 17. In diesem Jahr kamen allein bis Ende August weitere 37 Menschen hinzu. Bis zum Jahresende soll die Zahl auf 56 steigen, sagt Sozialamtsleiterin Elisabeth Borcherding. „Wobei es durchaus auch noch mehr werden können.“ Zu einem großen Teil handele es sich um Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien.

Mit der bloßen Unterbringung sei es nicht getan, warnt Borcherding. Für eine vernünftige Integration sei es wichtig, die oft traumatisierten Familien im Alltag zu begleiten, ihnen bei Behördengängen zu helfen und ihnen alle Möglichkeiten der Hilfestellung aufzuzeigen. Ausdrücklichen Dank zollte Borcherding in diesem Zusammenhang der Tafel, dem Umsonstladen und dem Integrationslotsen-Projekt. Ohne ehrenamtliche Hilfe sei die Aufgabe für die Stadt kaum zu bewältigen. mf



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare