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Café International zieht in das Puffergebäude um

Flüchtlingstreff im Flüchtlingshaus

BAD MÜNDER. Erleichterung bei Integrationslotsen und Flüchtlingsbetreuern: Das Café International wird fortbestehen. Der Begegnungstreff von Flüchtlingen und Einwohnern zieht in das Puffergebäude an der Wallstraße um.

veröffentlicht am 05.08.2017 um 06:00 Uhr

Ab September Treffpunkt für Flüchtlinge und Anwohner: Das Café International zieht in das Puffergebäude um. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite
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BAD MÜNDER. Damit geht eine erstaunlich kurze Phase zuende, in der die ehrenamtlichen Helfer nach einem neuen Treffpunkt suchten. Zu Beginn der Sommerferien hatte die Tuspo den Integrationslotsen nahegelegt, bis zum Jahresende nach neuen Räumlichkeiten zu suchen.

„Die Bürokratie ist ja eigentlich immer sehr genau“, sagt Integrationslotsin Monika Bubat, „ich habe vorige Woche noch nicht damit gerechnet, dass es überhaupt klappt.“ Dass das Café allerdings irgendwann aus der Tuspo-Gaststätte ausziehen würde, war klar. Schon bei der Gründung im Jahr 2015 hatte der Sportverein klargemacht, dass er die laufenden Kosten nicht auf Dauer tragen wolle.

Das war auch gleichzeitig der Pferdefuß bei der Suche nach einem neuen Raum: Fördergelder um Strom, Licht oder Heizung zu zahlen, bekommen die Helfer nicht, auch sonst gibt es für das Café keine Beiträge oder Einnahmen, aus denen laufende Kosten gestemmt werden könnten. „Wir können keine Miete zahlen“, sagte Lotsin Edeltraut Middelstädt während der Suche im Juli.

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Insofern ist das Puffergebäude nun die ideale Lösung: Die Rechnung für das Gebäude zahlt laut Sina Bruns von der Stadtverwaltung nach wie vor der Landkreis, der das Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet hat. Das Gebäude, das für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten wird, wurde in den vergangenen Monaten nur selten genutzt. „Außerdem gibt es in der oberen Etage noch drei Wohnungen“, erklärt Bruns. Benötigt wird das Puffergebäude vor allem, wenn Flüchtlinge ihre Familien aus den Krisengebieten nachholen dürfen, denn große Wohnungen für große Familien sind nicht immer sofort verfügbar. Sollten kurzfristig auch die Räume im Erdgeschoss benötigt werden, würde das Café International eben ausfallen, erklärt Bubat.

Wenn das Café nun ab September in das Erdgeschoss einzieht, werden das aktuelle Mobiliar, Betten, kleine Schränke und ähnliches, bei der Arbeitsloseninitiative eingelagert. Stühle und Tische werden weiter genutzt.

Unterm Strich ist für das Café nun sogar mehr Platz – während die Küche als Hauptraum genutzt werden kann, können in einem zweiten, etwa gleichgroßen Raum, seperate Gespräche, Kinderbetreuung oder andere Aktionen stattfinden – Bruns schwebt zeitnah die Präsentation der Vereine vor, die sich an dem Projekt der Arbeitsagentur „Sport verein(t)“ beteiligen. „Damit können wir hoffentlich Schwung in die Sportintegration bringen“, hofft Bruns.

Ein weiteres dickes Plus: Das Puffergebäude ist viel näher am Stadtkern als die Tuspo-Gaststätte. Das könnte künftig dazu beitragen, dass wieder mehr gebürtige Münderaner zu dem Treffen kommen – und damit der Idee, das Café als Begegnungstreff zwischen Flüchtlingen und Anwohnern zu etablieren – wieder näherzukommen.

Das Café International öffnet erstmals ab Freitag, 1. September, ab 16 Uhr im Gebäude an der Wallstraße 3 seine Pforten.

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